GfK-Daten

Smartphones: Trend zu teuren Premiumgeräten

Die Verkaufspreise für Smartphones ziehen nicht nur in Westeuropa, sondern laut GfK weltweit an. In Westeuropa wurden im dritten Quartal 30,9 Millionen Smartphones verkauft. Trotz geringerer Nachfrage kletterte der Umsatz. Teure Premiumgeräte wurden häufiger verkauft.

Apple iPhone XDas iPhone X ist ab 3. November 2017 ab 1.149 Euro erhältlich.© Apple Inc.

Nürnberg – Nicht nur das in Kürze erhältliche neue iPhone X wartet mit einem hohen Preis auf. Smartphones werden generell teurer. Laut Daten der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) stieg der durchschnittliche, nicht subventionierte Verkaufspreis für Smartphones im dritten Quartal 2017 weltweit um sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr an. Smartphones wurden im Zeitraum von Juli bis September 2017 vor allem in Lateinamerika (27,8 Millionen Smartphones / + 11 Prozent) sowie Mittel- und Osteuropa (22,3 Millionen Smartphones / + 9 Prozent) stark nachgefragt.

Weniger Smartphones in Westeuropa verkauft

Im dritten Quartal wurden rund um den Globus insgesamt 367 Millionen Smartphones verkauft – ein Plus von drei Prozent im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum. In Westeuropa wurden im vergangenen Quartal 30,9 Millionen Smartphones verkauft. Das bedeutet einen Rückgang der Nachfrage um sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr. Als Gründe nennt die GfK einen gesättigten Markt sowie die verspätete Markteinführung des iPhone X. Auch in Deutschland sinke die Nachfrage 2017 voraussichtlich um sieben Prozent. In Großbritannien und Frankreich werden die Verkaufszahlen voraussichtlich um jeweils acht Prozent zurückgehen. Insgesamt seien in der Region in den ersten neun Monaten des Jahres 126,7 Millionen Smartphones verkauft worden. Im vergangenen Jahr lag die Zahl der verkauften Mobiltelefone im Vergleichszeitraum noch bei 131 Millionen (- 3 Prozent).

Dennoch wurde in Westeuropa mit Smartphones ein um vier Prozent höherer Umsatz erzielt. Dies sei jedoch auf einen um elf Prozent höheren durchschnittlichen Verkaufspreis zurückzuführen. Die GfK beobachte zudem einen klaren Trend einer Verschiebung hin zu Highend-Geräten. So kostete im vergangenen Quartal eins von acht verkauften Smartphones über 900 US-Dollar. Im Jahr zuvor hatte nur eines von 16 verkauften Geräten einen solchen Preis.

Hersteller legen Fokus auf Premiumgeräte

"Die Absatzzahlen für Smartphones sind zwar in einigen Regionen gesunken. Gleichzeitig führte der Anstieg des durchschnittlichen Verkaufspreises aber zu einer Wertsteigerung des Smartphone-Marktes. Das sind gute Nachrichten für Hersteller, besonders in Regionen wie Westeuropa, wo die Marktsättigung zu geringeren Verkaufszahlen im Vergleich zum Vorjahr geführt hat", so Arndt Polifke, Global Director für Telekommunikation bei GfK. Der Schwerpunkt werde nun auf den Absatz von Premiumgeräten gelegt. Features wie Wasser- und Staubschutz, erhöhte Batterieleistung und Speicher, hochauflösende Ton-, Kamera- und Videokapazität, rahmenloses Design und neuartige biometrische Sensoren würden für Kunden bei ihrer Verkaufsentscheidung eine immer wichtigere Rolle spielen.

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