Kontrolle

Smartphone-Sicherheit: BlackBerry immer noch top

Als Firmenhandy ist das BlackBerry weiterhin sehr beliebt und bietet nach wie vor den höchsten Sicherheitsstandard. Doch andere Anbieter holen auf.

22.03.2011, 13:52 Uhr
Klapphandy© Oliver Hoffmann / fotolia.com

Hannover (red) - Das BlackBerry funktioniert zuverlässig, lässt sich einfach administrieren und bietet mit seiner ausgereiften Architektur das höchste Sicherheitsniveau. Doch Windows Phone 7, Android und iPhone holen in Sachen Unternehmenstauglichkeit auf, schreibt das IT-Magazin iX in seiner aktuellen April-Ausgabe.

Komplexe Kennwörter als Zugriffsschutz oder Festplattenverschlüsselung zum Schutz vor Datendiebstahl sind für Notebooks heute selbstverständlich, ebenso die zentrale Verwaltung, Konfiguration und Aktualisierung der Geräte. Bei Smartphones hingegen gehört das noch nicht zum Standard, obwohl Smartphone-Betriebssysteme theoretisch die Voraussetzungen bieten.

Zuverlässige Sicherheitsarchitektur

Das Betriebssystem des BlackBerry gilt nach wie vor als das sicherste. So ermöglicht der BlackBerry Enterprise Server Administratoren die volle Kontrolle über die Geräte. Mit einem vom Gerätekennwort abgeleiteten Schlüssel können Administratoren genau vorgeben, welche Daten geschützt werden sollen. Bei Verlust kann das Gerät vollständig deaktiviert und somit für den Finder unbrauchbar gemacht werden.

Apple und Android haben mit entsprechenden Sicherheitsschnittstellen wichtige Grundlagen für den Einsatz im Unternehmensumfeld geschaffen. Das iPhone hat allerdings deutlich die Nase vorn und bietet auch wegen der geschlossenen Architektur weniger Angriffspunkte.

Jailbreaks haben in der Firma nichts zu suchen

Windows Phone 7 präsentiert ebenfalls eine durchdachte Sicherheitsarchitektur. Doch die sicherheitsrelevanten Konfigurationsmöglichkeiten für Admins beschränken sich im Wesentlichen auf die Umsetzung von Passwortrichtlinien. Aufgrund fehlender Enterprise-Features stellt der großflächige Einsatz von Windows Phone 7 in Unternehmen die IT-Verantwortlichen vor die größte Herausforderung.

"Für alle Plattformen gilt jedoch, dass die Sicherheit der Systeme auch von den Anwendern abhängt. Mit der Einhaltung weniger Grundregeln beim Einsatz von Smartphones im Unternehmen können Anwender die Risiken eines erfolgreichen Angriffs verringern. Vor allem haben Geräte mit 'Jail-Break' oder ähnlichen Modifikationen in der Firma nicht zu suchen", empfiehlt iX-Chefredakteur Jürgen Seeger.

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