Entspannung

Sinkender Ölpreis schickt Teuerungsrate in den Keller

Dank des Ölpreisrückgangs sind die Verbraucherpreise im Juni so langsam gestiegen wie seit fast anderthalb Jahren nicht mehr. Im Vergleich zum Vorjahresmonat stieg das Preisniveau um 1,7 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch auf Grundlage vorläufiger Berechnungen mitteilte. Die Benzinpreise indes sanken kaum.

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com

Wiesbaden/München (dapd/AFP/red) - Der Behörde zufolge sei das die niedrigste Teuerungsrate seit Dezember 2010 mit damals ebenfalls 1,7 Prozent. Im Vergleich zum vergangenen Monat sanken die Kosten der Lebenshaltung um 0,1 Prozent.

Nachdem die Benzinpreise im Mai gegenüber dem Vormonat erstmals in diesem Jahr gesunken waren, gaben sie im Juni erneut nach. Heizöl wurde im Juni im vierten Monat in Folge günstiger.

Heizöl günstiger, Benzin noch (zu) teuer

Autofahrer bekommen derzeit indes nach Ansicht des ADAC immer noch viel zu hohe Rechnungen beim Tanken präsentiert. Während die Mineralölkonzerne steigende Ölpreise stets umgehend über höhere Kraftstoffpreise an die Autofahrer weitergäben, sähen sie bei sinkendem Ölpreis meist keinen Anlass, Benzin und Diesel entsprechend günstiger anzubieten, kritisierte der Autofahrerclub am Mittwoch.

Der Mineralölwirtschaftsverband wies die Kritik zurück. Bestimmend für den Benzinpreis an der Tankstelle sei nicht der Rohölpreis, sondern die Beschaffungskosten für Benzin, und dies seien Weltmarktpreise, erklärte der Hauptgeschäftsführer des Mineralölwirtschaftsverbandes (MWV), Klaus Picard, in Berlin. Es handele sich um zwei getrennte Märkte, die eigenen Impulsen von Angebot und Nachfrage unterlägen.

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