Ausgleichsprogramm

Shell-Kunden können CO2-Emissionen beim Tanken ausgleichen

Shell bietet in wenigen Tagen Tankstellen-Kunden an, freiwillig Geld in den CO2-Ausgleich zu investieren. Der Energiekonzern verspricht, das Geld in Form von Emissionsgutschriften mehreren Projekten zugute kommen zu lassen.

06.10.2020, 11:31 Uhr
Ökologische FußabdruckShell-Kunden können bald freiwillig einen Aufschlag pro Liter Kraftstoff an Ausgleichsprojekte abgeben.© Mopic / Fotolia.com

Mit dem Start des Shell CO2-Ausgleichs ab dem 7. Oktober haben Autofahrer die Möglichkeit, die CO2-Emissionen des bei Shell erworbenen Kraftstoffs auszugleichen. Der freiwillige CO2-Aufschlag wird direkt an der Tankstelle auf den Kraftstoffpreis aufgeschlagen, informiert der Energiekonzern. Damit würden die CO2-Emissionen, die durch den Verbrauch von Benzin, Diesel und Autogas entstünden, über Emissionsgutschriften ausgeglichen.

Shell-Kunden werden an der Kasse um Zustimmung gebeten

Das neue Ausgleichsprogramm startete an mehr als 1.400 Shell Stationen in Deutschland und gelte für alle Benzin- und Dieselkraftstoffe sowie für Autogas. Nach dem Tanken würden die Kunden an der Kasse gefragt, ob sie das CO2 ausgleichen möchten, das sie durch das Verbrennen des Kraftstoffes verursachen. Bei Zustimmung würde wird der Betrag von 1,1 Cent pro Liter berechnet und anschließend auf der Tankrechnung ausgewiesen. Bei einer Tankfüllung von 40 Litern entspräche das einem Aufpreis von 44 Cent. Shell übernehme die Kosten des CO2-Ausgleichs für die Herstellung und den Vertrieb des Kraftstoffs. Der CO2-Ausgleich ließe sich auch in Verbindung mit der Shell-App sowie mit dem Shell ClubSmart Treueprogramm nutzen.

Die Emissionsgutschriften für den CO2-Ausgleich stammen aus internationalen Waldschutz- und Entwicklungsprojekten, erklärt die Shell Deutschland GmbH weiter. Zu den Ausgleichsprojekten für den Shell CO2-Ausgleich zählten das Cordillera Azul National Park Project in Peru und das Katingan Peatland Restoration and Conservation Project in Indonesien.

Shell kündigt Unterstützung für ein Aufforstungsprojekt an

Im Zuge des neuen Angebots sei Shell zudem eine Partnerschaft mit den Schleswig-Holsteinischen Landesforsten AöR eingegangen und unterstützte damit ein lokales Aufforstungsprojekt. Das Projekt mit einer Laufzeit von fünf Jahren startete noch in diesem Jahr. Auf insgesamt drei Arealen mit einer Gesamtfläche von 20 Hektar vormals landwirtschaftlich genutzter Flächen entstünde ein Aufforstungsgebiet, in dem innerhalb von einem Jahr ein klimaangepasster Mischwald mit überwiegend heimischen Baumarten gepflanzt würde. Das Projekt sei ein reines Aufforstungsprojekt, bei dem keine Emissionsgutschriften für Ausgleichszwecke generiert würden.

Bereits im Februar hatte Shell die Möglichkeit für den CO2-Ausgleich angekündigt. Kritik gab es damals von Greenpeace und dem Umweltbundesamt, denen ein Konzept für eine Gesamtlösung hin zu klimafreundlichen Technologien fehlt.

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