Preissteigerungen

Semesterbeitrag in Hessen steigt weiter

Die Semestergebühren für Studierende an allen Universitäten in Hessen werden immer teurer.

Tarife© rkolbabek / iStockphoto.com

Die Semestergebühren für Studierende an allen Universitäten in Hessen werden immer teurer. Vor allem in Frankfurt haben Studenten an den Gebühren zu knabbern. Der Hauptanteil bei den Beiträgen für das Semester richtet sich nach dem örtlichen Verkehrsverbund: Ein Vertrag zwischen RMV und den ASten ist an der Preissteigerung maßgeblich beteiligt.

Frankfurt ist preislicher Spitzenreiter

Seit der Abschaffung der Studiengebühren 2008 ist der Semesterbeitrag unaufhörlich gestiegen. Mindestens 25 Prozent wurden seitdem auf den ursprünglichen Betrag aufgeschlagen, so das Ergebnis einer Umfrage von hr-online. Die Goethe-Universität Frankfurt liegt dabei vorne: Um ganze 33 Prozent sind die Semestergebühren seit 2008 gestiegen. An der Goethe-Uni zahlt man für das Sommersemester 2014 insgesamt 344,48 Euro. Die Kosten wurden damit im Vergleich zum Wintersemester 2013/2014 um 16,78 Euro angehoben. Aber auch alle anderen hessischen Universitäten ziehen die Preise an: In Gießen sind die Gebühren von 261,07 Euro im Wintersemester 2013/2014 auf 269,53 Euro für das Sommersemester angestiegen. Derzeit zahlt man für das Semester in Kassel 267,32 Euro und in Darmstadt 255,45 Euro.

RMV-Deal treibt Preise nach oben

Der Semesterbeitrag setzt sich hauptsächlich aus drei Säulen zusammen. Das sind die gesetzlich geregelten Kosten für Verwaltung, für Studentenwerk und Studentenschaft und der Beitrag für eine Fahrkarte im öffentlichen Nahverkehr und zum Teil auch umliegenden Verkehrsverbünden. Mit einer Verkehrsgesellschaft gingen Studentenvertreter einen Vertrag ein, der die Semesterbeiträge jedes halbe Jahr weiter wachsen lässt. Die Vereinbarung des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV) mit den ASten sieht vor, dass sich der Beitrag für das Semesterticket an den Universitäten an den Fahrkarten für Auszubildende orientiert. Zuletzt wurden die Preise damit um 2,5 Prozent angehoben. So ist beispielsweise der Anteil für das Semesterticket in Gießen von 116,68 auf 120,14 Euro gestiegen. Der Anteil für die Fahrkarte in Frankfurt liegt bei 195,61 Euro.

Wenig Einfluss auf Preissteigerungen

Die Preise werden auch in den kommenden Semestern steigen, ließ der RMV bereits verlauten. Solange die jetzige Koppelung an die Ausbildungstarife besteht, kann die Studierendenvertretung dagegen nicht angehen. "Der Vertrag ist sinnvoll, aber wir müssen durch stärkere Lobbyarbeit weitere Erhöhungen verhindern", sagt der Frankfurter AStA-Vorsitzende Giorgio Nasseh. Kommunalpolitiker im RMV-Aufsichtsrat wollten sich in Sinne der Studenten bemühen.

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