Schwedisches Kernkraftwerk muss aus politischen Gründen vom Netz

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com
Die Schwedinnen und Schweden hatten 1980 in einer Volksabstimmung den Verzicht auf die Atomenergie beschlossen. Gestern zeigten sich die ersten Ergebnisse dieser Entscheidung: Um 23:00 Uhr wurde mit Barsebäck 1 das erste Kernkraftwerk weltweit aus rein politischen Gründen vom Netz genommen. Der Oberste Gerichtshof in Stockholm hatte am Montag eine Unterlassungsklage der Betreibergesellschaft Sydkraft abgewiesen.


In Barsebäck 1 bestehen weder Sicherheitsprobleme, noch Akzeptanzschwierigkeiten bei der ortsansässigen Bevölkerung noch Rentabilitätsprobleme. Die Schließung erfolgt allerdings nicht entschädigungsfrei: Die Betreiberfirma Sydkraft erhält zum Ausgleich des ihr entstehenden Schadens eine entsprechende Kapazität an dem staatlichen schwedischen Kernkraftunternehmen Vattenfall. Als Ausgleich für die abzugebenden Aktien zahlt die schwedische Regierung an Vattenfall 5,7 Milliarden Schwedische Kronen (ungefähr 1,29 Milliarden Mark) in vier Raten. Darüber hinaus wird der Staat als Betriebskostenzuschuss jährlich nochmals 3,3 Milliarden Schwedische Kronen (etwa 750 Millionen Mark) zahlen.


ots

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