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Schwarzmalerei und Nebenwirkungen: Reaktionen auf die dena-Windstudie

Die von der dena heute in Berlin vorgestellte Windenergie-Studie hat bei Politik und Wirtschaft verschiedene Reaktionen ausgelöst. Während Greenpeace, das Umweltministerium und der Technikverband VDMA durchaus positive Signale sehen, erwarten FDP und VDEW eine Überarbeitung der Förderprogramme.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Mit vierwöchiger Verspätung hat die dena heute in Berlin ihr Programm zur Einbindung der Windenergie ins deutsche Versorgungsnetz vorgestellt. Die Reaktionen darauf waren wie erwartet vielfältig.

Bereits im Vorfeld hatte Bundesumweltminister Jürgen Trittin vor "Schwarzmalerei" gewarnt. Der Kraftwerkstechnikverband VDMA Power Systems begrüßte als einer der Auftraggeber das Fazit, dass die Windenergie bis zum Jahr 2015 kostengünstig in die Stromnetze integriert werden kann und forderte die Beteiligten auf, die Optimierungspotenziale stärker zu analysieren.

Der Verband der Elektrizitätswirtschaft (VDEW) hingegen erwartet eine Überarbeitung der Programme zur Förderung erneuerbarer Energien. "Schon heute geht das ungezügelte Wachstum der Windkraft an die Grenzen der Belastbarkeit der Netze", fasste er die für seine Mitglieder seiner Meinung nach wichtigste Botschaft zusammen. Wer ja zum Ausbau der Windenergie sage, müsse auch ja zur Erweiterung der Netze sagen, ergänzte Konstantin Staschus, Geschäftsführer des Verbandes der Netzbetreiber (VDN) beim VDEW.

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace begrüßte die Ergebnisse der Studie, sie seien ein klares Signal für den weiteren Ausbau der Windenergie, sagte Jörg Feddern, Greenpeace Energieexperte. "Die unsauberen Versuche der großen Energieversorger wie etwa E.ON, Vattenfall und Co., die vorab veröffentlichten und aus dem Zusammenhang gerissene Zahlen zu nutzen, um Stimmung gegen die Windenergie zu machen, sind damit hoffentlich beendet."

Der umweltpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Dr. Peter Paziorek, verlangt auf Grundlage der Ergebnisse eine sachliche und ideologiefreie Diskussion über den weiteren Ausbau der Windenergie. Die Netzintegration der Windenergie sei zwar mit großen Anstrengungen verbunden, die im Vorfeld verbreiteten Katastrophenszenarien hätten sich jedoch als übertrieben herausgestellt. Nun sei die Bundesregierung aufgefordert, die Ergebnisse der dena-Netzstudie zügig in die Praxis umzusetzen.

Die FDP hingegen sieht den Streit mit der Veröffentlichung nicht als beigelegt an. Angelika Brunkhorst, Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion für erneuerbare Energien, bemängelte, dass die Windenergie allein aus umweltpolitischen Gesichtspunkten nicht mehr zu rechtfertigen sei. Die angekündigte Fortsetzung der Netzstudie zeige, dass der Auftrag, eine langfristige Integration der offshore-Strommengen ins Verbundnetz aufzuzeigen, bisher nicht gelungen ist.

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