Gleichbehandlung

Schmoldt fordert Gleichbehandlung bei Energie-Förderung

Erneut hat sich die Industriegewerkschaft IG BCE in die aktuelle Energiepolitik eingemischt: Ihr Chef Hubertus Schmoldt forderte heute mit Deutschlandradio, die bevorzugte Förderung von erneuerbaren Energien zu stoppen. Dies sei eine Frage von künftigen Arbeitsplätzen.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Berlin (ddp/sm) - Die Gewerkschaft Bergbau, Chemie und Energie (IG BCE) wendet sich gegen eine bevorzugte Förderung erneuerbarer Energien. Die Förderung regenerativer Energien müsse mit der anderer Energiearten vergleichbar sein, verlangte der IG-BCE-Vorsitzende Hubertus Schmoldt am Montag im Deutschlandradio Kultur von der künftigen Bundesregierung.

Durch die massive Förderung von Windenergie hätten sich die Energiepreise in Deutschland verteuert, fügte Schmoldt hinzu. "Das ist eine Frage von künftigen Arbeitsplätzen. Wir plädieren dafür, alle Energiearten gleich zu behandeln", unterstrich der Gewerkschafter. Gleichzeitig verwies er darauf, dass sich die IG BCE in einem von Gewerkschaften und Energieunternehmen verfassten Papier dafür ausspreche, die Laufzeiten von Kernkraftwerken von deren Sicherheitsstandards abhängig zu machen.

Der IG-BCE-Chef betonte zudem, dass die Wirtschaft durch längere Laufzeiten langfristig Strom billiger herstellen könne. "Diese günstigeren Entstehungskosten müssten sich dann auch in den Preisen wieder finden. Ob man diese Preise an die Verbraucher weiterreicht, ist eine Frage der Gespräche, die die Politik mit der Wirtschaft zu führen hat", sagte Schmoldt.

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