Preissteigerungen

Schlechte Palmöl-Ernte könnte viele Produkte verteuern

Palmöl ist in einer Unmenge von Produkten enthalten, von Süßigkeiten über Kosmetika bis hin zu Waschmitteln und Kraftstoffen.

Euronen© Vivien / Fotolia.com

Palmöl ist in einer Unmenge von Produkten enthalten, von Süßigkeiten über Kosmetika bis hin zu Waschmitteln und Kraftstoffen. In der Lebensmittelproduktion ist es sogar das am häufigsten verwendete Pflanzenöl. Die größten Anbaugebiete für die Ölpalme liegen in Südostasien, in Malaysia und Indonesien. Nun sorgt eine große Dürre in dieser Region dafür, dass bei steigender Nachfrage auch die Preise in die Höhe gehen dürften.

Schlimmste Dürre seit Jahren

Die schlimmste Dürre seit 17 Jahren gefährdet die Ernte der Palmölfrüchte. In den ersten Monaten des Jahres fiel sehr wenig Regen in den Anbaugebieten, das Wetterphänomen El Niño könnte für weitere Probleme sorgen. Sollte die Trockenheit anhalten, dürfte die Ernte deutlich darunter leiden. Bereits jetzt habe die Börse reagiert und die Preise seien auf ein 18-Monatshoch gestiegen, berichtet das Handelsblatt mit Material von Bloomberg.

Palmöl wird in tropischen Gebieten angebaut und das ganze Jahr über geerntet. Dem Bericht zufolge wirkt sich der fehlende Niederschlag zeitverzögert auf die Ernteerträge aus – nach sechs Monaten etwa wird der Mangel spürbar. Selbst wenn sich die Situation jetzt normalisieren würde, wäre es wahrscheinlich zu spät, der Schaden sei bereits angerichtet, meint Ben Santoso, Analyst von DBS Vickers Securities Pte. in Singapur.

Nachfrage nach Palmöl nimmt zu

Gleichzeitig rechnet man mit einer erhöhten Nachfrage nach Palmöl. Lebensmittelkonzerne sind die größten Abnehmer, aber das Öl findet sich in zahlreichen Alltagsprodukten. Gerade das Öl aus Südostasien steht jedoch bei Umweltschützern schon länger in der Kritik. Für seinen Anbau in riesigen Monokulturen werden große Flächen Regenwald vernichtet. Gleichzeitig ist es eines der Öle mit dem größten Ertrag pro Fläche.

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