Preissteigerungen

Schäuble will den Tabakrauchern an den Kragen

Einem Zeitungsbericht zufolge hat der Bundesfinanzminster eine weitere Einnahmequelle aufgetan: die Raucher selbstgedrehter Zigaretten.

Geld ausgeben© Peter Atkins / Fotolia.com

Einem Zeitungsbericht zufolge hat der Bundesfinanzminster eine weitere Einnahmequelle aufgetan: die Raucher selbstgedrehter Zigaretten. Schäuble plane demnach, die Steuer auf den so genannten Feinschnitt kräftig zu erhöhen - nach der Bundestagswahl im Herbst.

Tabak ist bislang viel billiger als Zigaretten

Weil Zigaretten in den vergangenen Jahren deutlich verteuert wurden, der Tabak zum Selbstdrehen hingegen kaum, stiegen viele ehemalige Zigarettenraucher auf den Feinschnitt um - was natürlich Steuerausfälle zur Folge hatte. Zum Vergleich: Ein Päckchen mit 20 Marken-Fabrikzigaretten kostet rund fünf Euro, 20 selbstgedrehte Zigaretten aber nur ein Viertel davon. Aus Sicht des Bundes-Kassenwarts ist hier also Luft nach oben, und offenbar wurden inzwischen Nägel mit Köpfen gemacht. So seien den großen Tabakkonzernen bereits Pläne zu einer "marktschonenden" Anhebung der Steuer vorgelegt worden.

Das Ziel: Die "strukturelle Null" im Haushalt 2014

Wie die "Stuttgarter Nachrichten" berichteten, sei die Erhöhung Teil eines neuen Sparpakets, das nach der Wahl im September aufgelegt werden soll. Das Paket beinhalte nach Informationen des "Spiegel" diverse teils einschneidende Maßnahmen wie beispielsweise die Abschaffung des ermäßigten Steuersatzes von sieben Prozent und auch eine weitere Heraufsetzung des Rentenalters. Das Bundesfinanzministerium hat diese Pläne dementiert, doch das Magazin hält an seiner Darstellung fest. Ziel hinter den gesamten Maßnahmen, unabhängig davon, welche konkret zum Tragen kommen: Die so genannte "strukturelle Null" soll stehen, Schäuble will für 2014 einen zumindest strukturell ausgeglichenen Haushalt erreichen.

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