Zahlungssystem

Samsung Pay: Offiziell in Deutschland gestartet

Samsung bringt nach Google und Apple sein Smartphone-Zahlungssystem auf den Markt. Samsung Pay läuft nur auf ausgewählten Smartphones des Herstellers, ist aber kompatibel mit jedem Girokonto.

28.10.2020, 14:53 Uhr (Quelle: DPA)
Samsung PaySamsung Pay wird in Deutschland per Solarisbank und Visa umgesetzt.© Samsung Electronics

Nach einer gut einmonatigen Testphase ist Samsungs Smartphone-Bezahldienst nun offiziell gestartet. So wie etwa Apple Pay nur auf iPhones läuft, funktioniert auch Samsung Pay nur auf Geräten des koreanischen Herstellers - aber nicht auf jedem.

Bestimmte Modell ab Android 9 und mit NFC-Chip

Als kompatibel weist Samsung folgende Geräte mit deutscher Anbieter-Softwareversion, Android ab Version 9, NFC-Nahfunkchip und biometrischen Sperrmethoden aus: Die Galaxy-S- und die Galaxy-Note-Reihe ab der achten Generation, die Galaxy-A-Reihe ab dem Galaxy A6 (2018) sowie das Xcover Pro und die Faltdisplay-Telefone der Z-Serie. Auch die Samsung-Pay-App muss installiert sein.

Modelle der NFC-losen Galaxy-J- und M-Serie sind dagegen ebenso von Samsung Pay ausgenommen wie gerootete Telefone, sämtliche Samsung-Tablets oder etwa das Galaxy S6 oder das Galaxy S7, obwohl diese beiden Modelle einen NFC-Chip mitbringen. Die Liste kompatibler Smartphones hat Samsung im Support-Bereich seiner Webseite veröffentlicht. Smartwatches werden derzeit noch nicht unterstützt.

Keine gerooteten Geräte

Besitzerinnen und Besitzer eines S6 oder S7 könnten aber immer noch auf Google Pay zurückgreifen, weil sie die Anforderungen für diesen Dienst erfüllen: nämlich ein NFC-fähiges Telefon eines beliebigen Herstellers ab Android-Version 5, das nicht gerootet ist.

Allerdings ist Google Pay wie Apple Pay auf Kooperationen mit Banken angewiesen. Ob man über diese Dienste bezahlen kann, hängt auch davon ab, bei welchem Kreditinstitut man Kundin oder Kunde ist.

Kompatibel mit jedem Girokonto

Samsung Pay hingegen ermöglicht es nach eigenen Angaben mithilfe der Partner Solarisbank und Visa, dass im Prinzip jede oder jeder mit einem deutschen Girokonto den Dienst nutzen kann. Bis zu drei kompatible Samsung-Geräte sollen sich mit einem Samsung-Pay-Konto nutzen lassen.

Im Geschäft bezahlt man per Smartphone, indem man das entsperre Gerät an das Bezahlterminal hält - ganz genau so, wie man es mit Kredit- oder Girokarten macht, in denen auch ein NFC-Chip für kontaktloses Bezahlen steckt. Zumindest im Inland fallen für kontaktlose Zahlungen in aller Regel keine Gebühren an.

NFC oder QR-Codes

Es gibt auch einige Banken, die mit eigenen Apps auf NFC basierende Smartphone-Bezahldienste betreiben. Und mit Garmin Pay existiert ein NFC-Bezahldienst, der nicht nur auf Smartwatches des Herstellers, sondern mit der entsprechenden App auch auf iPhones und Android-Smartphones läuft.

Abseits der NFC-Lösungen gibt es zudem viele Dienstleister oder auch Handelsketten, die Smartphone-Zahlungen über das Scannen von QR-Codes an der Kasse realisieren.

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