Preissteigerungen

Saftige Tariferhöhung im Flensburger Bußgeldkatalog

Verkehrsminister Ramsauer will Verkehrssünder bald zu deutlich höheren Strafen verdonnern.

Autokauf© freezeframe / Fotolia.com

Verkehrsminister Ramsauer will Verkehrssünder bald zu deutlich höheren Strafen verdonnern. So soll das Überfahren einer roten Ampel statt 50 Euro künftig 80 Euro kosten. Fast doppelt so teuer werde künftig die Handynutzung am Steuer.

Bußgelder für Verkehrsverstöße steigen kräftig

Inzwischen hat Ramsauers Ministerium einen entsprechenden Vorabbericht der "Bild"-Zeitung bestätigt. Demnach sei außerdem geplant, das Missachten der Vorfahrt mit 80 statt zuvor 50 Euro zu bestrafen. 70 Euro fielen an, wenn man am Steuer mit dem Handy in der Hand erwischt wird - bislang sind es noch 40 Euro. Schlicht doppelt so teuer werde mit 80 Euro das Fahren in einer Umweltzone ohne entsprechende Plakette, wenn man dabei erwischt wird. Auch verschiedene eindeutig sicherheitsrelevante Verstöße wie etwa das Fahren mit abgenutzten Reifen oder eine Missachtung der Sicherung mitfahrender Kinder würden deutlich härter bestraft.

Entwurf ist noch nicht abgestimmt

Das Verkehrministerium teilte mit, bislang läge nur ein Entwurf vor, der "offen mit Beteiligten erörtert" werde. Es bedürfe noch der Abstimmung der Vorschläge mit anderen Behörden sowie den Ländern, aber auch Verkehrsverbänden. Zu Wort gemeldet haben sich bereits der Automobilclub von Deutschland (AvD), der wörtlich von "Abzocke" sprach und für die Erhöhung keine Rechtfertigung sieht, sowie der ADAC, der höhere Bußgelder ebenfalls als nicht opportun bezeichnete. Es sei überhaupt nicht klar, inwieweit sich höhere Gebühren auf das Verhalten der Autofahrer auswirkten. Viel wirkungsvoller seien häufigere Kontrollen.

Ausführliche Infos zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
  • ADAC

    ADAC legt im Oktober neue Kfz-Policen auf

    Der ADAC hat sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: Mit seinen neuen Kfz-Versicherungen will der Automobilclub die Nummer 1 unter seinen Mitgliedern werden. Nicht-Mitglieder können die neuen Tarife aber ebenfalls abschließen.

  • Benzinpreise

    Benzinpreise im ADAC-Vergleich: Tanken wird teurer

    Die Benzinpreise folgen nach Wochen mal wieder einer Kurve nach oben. Sowohl E10 als auch Diesel sind etwas teurer geworden. Wie immer gibt es aber Regionen, in denen Verbraucher an der Zapfsäule mehr bezahlen als in anderen Orten.

  • Sprit-Preise

    Dieselpreis nähert sich dem Benzinpreis an

    An den deutschen Tankstellen nähert sich der Dieselpreis dem Preis für Benzin immer mehr an.

  • Strompreise

    Superbenzin überschreitet flächendeckend 1,70 Euro

    Eine Woche vor Ostern haben die Benzinpreise der Sorte Super E5 erstmals flächendeckend die Marke von 1,70 Euro pro Liter überschritten. Preissteigungen vor den Ferien sind keine Seltenheit, ein solch hoher Preis wurde jedoch bisher noch nicht erreicht. Der ADAC warnt vor weiteren Preissteigerungen.

  • Strompreise

    Spritpreise im Januar noch höher als im Dezember

    Autofahrer haben im neuen Jahr nach Angaben des ADAC fürs Tanken deutlich mehr zahlen müssen als noch im Dezember. Der Liter Super E10 kostete im Januar im Durchschnitt 1,536 Euro je Liter und damit rund vier Cent mehr als noch im Dezember, wie der Automobilclub am Mittwoch in München mitteilte.

Alle Tarif- und Preisangaben brutto. Trotz sorgfältiger Erstellung wird für die Richtigkeit keine Haftung übernommen. Beachten Sie Preise und AGB der Anbieter. Alle Angaben ohne Gewähr.
Top