Seit 2003

Sachsen verdoppelt Stromgewinnung aus Biomasse

210 Anlagen produzieren momentan in Sachsen Strom und Wärme aus Biomasse. Damit hat sich die Stromerzeugung (überwiegend aus Holz und Pflanzenöl) seit 2003 verdoppelt. Jetzt müsse es darum gehen, Getreide als Regelbrennstoff anzuerkennen, sagte Umweltminister Tillich.

Hochspannungsmasten© Günter Menzl / Fotolia.com

Dresden/Berlin (ddp/sm) - Die Stromerzeugung aus Biomasse hat sich in Sachsen seit 2003 mehr als verdoppelt. Derzeit produzieren 210 Anlagen Wärme und Strom überwiegend aus Holz und Pflanzenöl, wie das sächsische Umweltministerium diese Woche in Dresden mittelte. Zudem speisten mittlerweile 54 Biogasanlagen Strom und Wärme in die öffentlichen und privaten Versorgungsnetze ein.

Biomasse habe das Potenzial, sich zum "Schrittmacher der Energiewende zu entwickeln", sagte Umweltminister Stanislaw Tillich (CDU) auf der Agrarschau Internationale Grüne Woche in Berlin. Dabei solle neben den bisherigen Rohstoffen künftig vor allem Getreide als Energielieferant dienen. Tillich forderte, Getreide als Regelbrennstoff schnell anzuerkennen. Bisher sei dies in Deutschland noch nicht der Fall.

Nach Angaben des Ministeriums stammen in Sachsen neun Prozent des verbrauchten Stroms aus erneuerbaren Energien. Hieran habe Biomasse einen Anteil von 22 Prozent.

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