Startschuss

RWE und MVV legen mit Powerline los

Die Kunden der beiden Stromanbieter können seit dem gestrigen Montag über die Steckdose im Internet surfen.

Mann Laptop© Crashoran / Fotolia.com

Seit gestern können interessierte Internet-Nutzer in Mülheim, Essen und Mannheim über ihren Stromanschluss im Internet surfen. Sowohl der Essener Energiekonzern RWE als auch der Mannheimer Regionalversorger MVV Energie AG haben den Startschuss für die sogenannte Powerline-Technologie, das Internet aus der Steckdose, gegeben.

Bisher können im RWE-Gebiet 250 Kunden und im Gebiet der MVV 450 Kunden den Highspeed-Internetzugang nutzen. Powerline verspricht eine Übertragungsgeschwindigkeit von 2 Megabit pro Sekunde, das ist zweiunddreißigmal so schnell wie ISDN. Nicht geklärt ist bisher allerdings, wie sich die Anzahl der Nutzer auf die angegebene Geschwindigkeit auswirkt. Kritiker befürchten eine rapide Abnahme der Bandbreite, wenn mehrere User gleichzeitig im Internet surfen.

Dennoch: Die Unternehmen sehen in der Powerline einen Kassenschlager und erwarten bis Ende des Jahres 20.000 (RWE) und 40.000 (MVV) Neukunden. Die Preise liegen zwischen 49 und 249 Mark, wobei Gebühren vor das bearbeitete Datenvolumen noch hinzu kommen. Auch darin sehen Experten einen Nachteil: Während das Telekom-Konkurrenzprodukt DSL eine echte Flatrate ist, also keine Extrakosten beispielsweise für einen Download vorsieht, erfolgt die Abrechnung bei der Powerline volumenabhängig. Wer mehr Daten bearbeitet, muss auch mehr zahlen.

Nach Angaben der Energieversorger ist bei der Schnelligkeit jedoch das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht. RWE erwartet einen Anstieg der Bandbreite auf über 10 Megabit pro Sekunde und will dann zu gewissen Zeiten auch einen uneingeschränkten Download anbieten.

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