Kritik an Genehmigungspraxis

RWE-Innogy-Chef: Strom verschenken wegen fehlender Leitungen

Fritz Vahrenholt, Chef der RWE Innogy, hat die Genehmigungspraxis in Deutschland kritisiert. "Wir Deutschen sind Weltmeister in Genehmigungsauflagen", sagte der Energiemanager dem Tagesspiegel. "Wir brauchen zusätzliche Leitungen. Doch auch hier schleppen sich die Genehmigungsverfahren hin."

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - In der Konsequenz habe man Anfang des Jahres "als es sagenhaften Wind gab, wegen der fehlenden Leitungen den vom deutschen Verbraucher hoch subventionierten Strom ins Ausland verschenken müssen".

Für die Zukunft wäre es "ein Riesenschritt, wenn ich den Strom speichern kann. Und mit dem Elektroauto hätte ich einen entsprechenden Speicher, der den Strom auch über Nacht abnimmt", sagte Vahrenholt weiter. Dazu "brauchen wir aber eine energiepolitische Gesamtstrategie in Deutschland und aus meiner Sicht auch ein Energieministerium".

Neben der Windenergie will die RWE-Tochter vor allem in Biomasse investieren und hat dazu Plantagen mit schnell wachsenden Hölzern angelegt. Daraus wolle man "eine Art Biokoks" machen. "Wir können diese Kohle in unseren Biomassekraftwerken verbrennen, aber auch in unseren Kohlekraftwerken." Dadurch "emittieren wir zehn Prozent weniger CO2", sagte Vahrenholt dem Tagesspiegel.

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