Bestätigung

RWE bietet für Innogy: Führende Stellung im britischen Energiemarkt angestrebt

Nach Angaben des Essener Energieversorgers ist die Beteiligung an britischen Energieversorgungsunternehmen Innogy die perfekte strategische Ergänzung für die Kerngeschäfte von RWE und ein weiterer Meilenstein zur Internationalisierung der Multi-Utility-Strategie zum Vorteil von Aktionären und Kunden. Wert der Transaktion: Fünf Milliarden Euro.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Die RWE AG (Essen) hat sich mit der Innogy Holdings plc (Swindon / Großbritannien) auf die Konditionen eines Übernahmeangebotes für sämtliche Stammaktien der Gesellschaft verständigt. Das Angebot beläuft sich auf 275 Pence pro Innogy-Aktie und 2750 Pence je American Depositary Share/ADS und ergibt einen Wert des gesamten Aktienkapitals von fünf Milliarden Euro. Der Unternehmenswert, einschließlich Aktienoptionen, beträgt nach RWE Angaben 8,5 Milliarden Euro. Innogy ist das in Großbritannien führende integrierte Stromversorgungsunternehmen mit nahezu 4,7 Millionen Stromkunden. Mit fast 1,9 Millionen Gaskunden ist Innogy die Nummer zwei auf dem britischen Markt.

Das Angebot beinhaltet eine Prämie von 31 Prozent über der Schlussnotierung in Höhe von 210 Pence je Innogy-Aktie am 15. Februar 2002, dem letzten Handelstag vor der öffentlichen Bestätigung seitens Innogy, dass es von einigen Unternehmen auf eine mögliche Übernahme angesprochen wurde. Vor dem Hintergrund des Angebotes hat das Board von Innogy beschlossen, keine Abschlussdividende für das Geschäftsjahr bis zum 31.03.02 auszuschütten.

Nach Abschluss der Transaktion hätte RWE insgesamt 20 Millionen Energiekunden. Europaweit würde der RWE-Konzern dann etwa 211 Terawattstunden Strom erzeugen Dr. Dietmar Kuhnt, Vorstandsvorsitzender der RWE AG: "Innogy ist der führende integrierte Stromversorger und der zweitgrößte Gasanbieter in Großbritannien mit hoher Managementkompetenz. Das flexible Erzeugungsportfolio und das stark ausgeprägte Kunden-Know-how von Innogy werden die internationale Multi-Utility-Strategie von RWE weiter stärken."

Das könnte Sie auch interessieren
  • BEV Energie

    Energieversorger BEV meldet Insolvenz an

    Der Stromanbieter BEV hat beim Amtsgericht München einen Antrag auf Insolvenz gestellt. Kunden des Unternehmens werden aber über die Ersatzversorgung weiter mit Strom versorgt. Die Tarifexperten von Verivox stellen Informationen für Betroffene bereit.

  • Steckdose

    Experte: Strompreise für Endkunden steigen

    Im Großhandel haben sich die Strompreise stark verteuert. Auch wenn sich diese Entwicklung nicht unmittelbar auf der Stromrechnung von Privatkunden niederschlägt, gehen Energieexperten langfristig von Preiserhöhungen aus.

  • Strom sparen

    Riva Energie AG reduziert Mitarbeiterzahl

    Der Essener Stromanbieter Riva zieht die Konsequenzen aus der schleppenden Liberalisierung des deutschen Strommarktes. Um wettbewerbsfähig zu bleiben werden 30 Mitarbeiter entlassen. Zudem hat sich der ehemalige Shareholder Sempra zurückgezogen.

  • Strompreise

    BMR-Service GmbH erwirkt für Landwirte einstweilige Verfügung gegen RWE

    Die BMR-Service GmbH hat gegen die RWE Plus AG eine einstweilige Verfügung erwirkt. Diese hatte angeblich aufgrund von "EDV-Problemen" ihren ehemaligen Kunden weiterhin Rechnungen und Mahnungen geschickt und sogar gedroht, den Strom abzuschalten.

  • Hochspannungsmasten

    Hintergrund zur Entscheidung des Bundeskartellamts zu E.ON/Ruhrgas

    Wie heute schon mehrfach berichtet wurde, hat das Bundeskartellamt eine Übernahme von Ruhrgas durch den Energiekonzern E.ON AG untersagt. Grund: die Verstärkung marktberrschender Stellungen.

Top