Preissteigerungen

Rücksendungen beim Online-Kauf überdenken

Rücksendungen bei Online-Bestellungen waren bisher völlig unkompliziert: Kleider oder Hosen in zwei Größen zu bestellen oder sich aus fünf möglichen Tops das schönste heraussuchen - damit ist jetzt Schluss, zumindest bei einigen Online-Händlern.

Tarife© rkolbabek / iStockphoto.com

Rücksendungen bei Online-Bestellungen waren bisher völlig unkompliziert: Kleider oder Hosen in zwei Größen zu bestellen oder sich aus fünf möglichen Tops das schönste heraussuchen - damit ist jetzt Schluss, zumindest bei einigen Online-Händlern. Am 13. Juni treten die neuen EU-Verbraucherrechte in Kraft und damit verändern sich die Bestimmungen für Händler, was die Gebühren für den Retourenversand angeht.

Online-Händler entscheiden selbst

Vor der neuen EU-Richtlinie war es Händlern nur bei einem Warenwert von weniger als 40 Euro gestattet, eine Gebühr für die Rücksendungen zu erheben. Jede Online-Bestellung, die diesen Preis überstieg, konnte kostenlos zurückgegeben werden. Nun dürfen die Händler unabhängig vom Warenwert selbst entscheiden, ob sie für Retouren Geld verlangen oder eben nicht. Zudem ist der Widerruf etwas komplizierter: Er muss künftig schriftlich oder mündlich ausdrücklich erklärt werden, berichtet sueddeutsche.de. Das Verbraucherschutzministerium habe dazu geraten, immer schriftlich zu widerrufen, um im Zweifelsfall über einen Beweis zu verfügen. Die Frist für den Widerruf beträgt 14 Tage und beginnt mit Erhalt der Ware.

Rücksendungen eindämmen

Die neuen Verbraucherrechte sollen das Shoppen innerhalb der EU erleichtern, indem in der gesamten EU dieselben Rechte gelten. Die Rückgabe der Ware kann zwar für den Verbraucher teurer werden, allerdings sind die Händler verpflichtet, ausdrücklich auf die Kosten für die Rücksendungen hinzuweisen. Gleichzeitig könnte die neue Regelung die Flut an Rücksendungen stoppen, die als Folge der kostenlosen Option deutlich festzustellen war.

Die großen Versandhäuser hätten bereits zugesagt, nicht von der neuen Regelung Gebrauch zu machen, so die Online-Ausgabe der "Süddeutschen" weiter. Bei kleineren Häusern gingen Experten allerdings davon aus, dass künftige Rücksendungen mit einer Gebühr versehen werden.

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