Keine Atommüll-Lager

Robin Wood-Radtour gegen Atomkraft führt von Mainz nach Biblis

Mit einer Fahrradtour wollen die Aktivisten der Umweltschutzorganisation Robin Wood am Sonntag gegen den Bau eines Zwischenlager am Atomkraftwerk Biblis demonstrieren.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com
Am kommenden Montag beginnt in Biblis die öffentliche Erörterung über die Anträge der RWE Power AG, auf dem Gelände des örtlichen Atomkraftwerks Atommüll-Lager zu errichten. Die Umweltschutzorganisation Robin Wood hat gegen die Errichtung des beantragten Interims- und des Standortzwischenlagers Einwendungen erhoben und wird die Erörterungstermine nutzen, um mit Aktionen und Argumenten gegen den verantwortungslosen Umgang mit dem strahlenden Müll zu protestieren.


Bis das Standortzwischenlager fertig gestellt ist, will der Betreiber des Atommeilers bis zu 28 CASTOR-Behälter vom Typ V/19 im Interimslager unter so genannten Betonumhausungen lagern. "In diesen besseren Kartoffelscheunen ist eine kontinuierliche Überwachung der Behälter überhaupt nicht vorgesehen. Versagt eine Deckeldichtung, könnte monatelang radioaktive Strahlung frei werden - mit unabsehbaren Folgen für die Beschäftigten und Anwohner des Atomkraftwerks", erläutert Bettina Dannheim, Strahlenbiologin und Energiereferentin von Robin Wood. Aus Protest gegen den Weiterbetrieb des Atomkraftwerks Biblis starten die Aktivisten am kommenden Sonntag, 20. Mai, eine Fahrrad-Demonstration von Mainz nach Biblis. Abfahrt in Mainz um 10 Uhr am Neubrunnenplatz. Nach der Ankunft wollen sich die Radler ab 14 Uhr an dem von vielen Anti-AKW-Gruppen organisierten monatlichen Sonntagsspaziergang in Biblis beteiligen.

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