Zum Jahreswechsel

Rewag, AVU, Esag und enviaM: Höhere Strompreise

Los geht's: In Dresden, Chemnitz, Regensburg und Gevelsberg werden zum 1. Januar die Strompreise steigen. Das gaben die Versorger gestern bekannt. Dass das keine Einzelfälle bleiben werden, ist klar. Immerhin prüft allein das sächsische Wirtschaftsministerium momentan die Anträge von 28 weiteren Versorgern.

13.12.2005, 08:58 Uhr
Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com

Chemnitz/Dresden/Regensburg/Gevelsberg (red) - Zum neuen Jahr werden deutschlandweit die Strompreise erhöht. Gestern gaben die envia Mitteldeutsche Energie AG (enviaM), die Regensburger Rewag und die Gevelsberger AVU bekannt, dass die Preise in ihrem Versorgungsgebiet zum 1. Januar 2006 steigen.

In Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sind der Allgemeine Tarif für Haushalts- und Gewerbekunden der enviaM betroffen. Bei einer Erhöhung des Verbrauchspreises um 0,8 Cent pro Kilowattstunde müsse ein Durchschnittshaushalt im Monat etwa 1,30 Euro mehr bezahlen, teilter der Versorger mit. Ab März würden auch die Preise für so genannte Wahlprodukte steigen. Begründet wird die Erhöhung mit national wie international gestiegenen Beschaffungskosten.

Im Versorgungsgebiet der Gevelsberger AVU steigen neben den Strom- auch die Gaspreise. Der Preis für eine Kilowattstunde Strom erhöht sich um netto 0,45 auf 12,01 Cent. Privatkunden (AVU Strom Komfort) mit einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 3000 Kilowattstunden müssen daher mit einer Mehrbelastung von 15,66 Euro pro Jahr rechnen. Bezogen auf den Gesamtpreis bedeutet dies eine Steigerung von 2,6 Prozent.

In Regensburg steigt der Kilowattstundenpreis im Rewario-Super Tarif von 15,1 auf 15,7 Cent. Die Kilowattstundenpreise im Rewario-Solo Tarif steigen um etwa vier Prozent.

Eine Sprecherin des sächsischen Wirtschaftsministeriums sagte der in Dresden erscheinenden "Sächsischen Zeitung" (Dienstagausgabe), dass Minister Thomas Jurk (SPD) nicht nur enviaM, sondern auch der Energieversorgung Sachsen Ost GmbH (Esag) in Dresden eine Preiserhöhung ab Januar genehmigt habe. Die beiden Stromversorger dürften allerdings nicht so viel verlangen, wie sie es beantragt hätten. Derzeit prüfe das Ministerium noch die Anträge von 28 weiteren Versorgern, den Preis zu erhöhen - in den meisten Fällen zum Januar.

Das strom magazin wird die Preiserhöhungen jetzt nach und nach in seine Datenbank einpflegen. Allerdings werden die meisten Versorger die neuen Preise erst nach der Genehmigung Ende Dezember veröffentlichen.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Taschenrechner

    Gas- und Strompreise sind 2020 günstiger geworden

    Im ersten Halbjahr 2020 sind die Strom- und Gaspreise gesunken - allerdings nicht für alle, wie eine Analyse von Verivox zeigt. Strom in der Grundversorgung ist aktuell teurer als zu Beginn des Jahres. Beim Gas fällt die Preissenkung deutlicher aus.

  • Strompreise

    Strompreise: im Osten günstiger - im Westen teurer

    Die Strompreise sind in den letzten zwölf Monaten im Osten gesunken und im Westen gestiegen, zeigt der Verbraucherpreisindex von Verivox. Zum ersten Mal seit Jahrzehnten zahlen die Deutschen in den neuen Bundesländern demnach den kleineren Preis.

  • Hochspannungsleitung

    Auch Thüringen ohne eigene Energiemarkt-Regulierung

    Die Regulierung der Thüringer Energienetze wird auf die Bundesnetzagentur übertragen. Ein entsprechendes Verwaltungsabkommen zwischen dem Freistaat und dem Bundeswirtschaftsministerium sei unterzeichnet, teilte das thüringer Wirtschaftsministerium gestern in Erfurt mit.

  • Energieversorung

    N-ERGIE AG: Tipps für die Weihnachtsbeleuchtung

    Auch vor den sogenannten "Gänsebratenspitzen" an den Weihnachtsfeiertagen müssen die deutschen Stromversorger die Energieproduktion hochfahren, denn die zahlreichen Lichterketten und Leuchtsterne in den deutschen Haushalten sollen erstrahlen. Die Nürnberger N-ERGIE gibt Tipps für eine bezaubernde Beleuchtung.

  • Strompreise

    Gaspreis in Offenbach bleibt stabil

    Die deutschen Verbraucher ächzen unter den hohen Erdgaspreisen, vielerorts steht zum Januar 2006 eine neuerliche Erhöhung an. Anders in Offenbach, in der Nähe von Frankfurt/Main: Der örtliche Gasversorger setzt auf Transparenz und wird die Preise übers neue Jahr hinaus stabil halten.

Top