Beschlüsse

Regulierer stärkt den Wettbewerb auf dem Telefonmarkt

Die Bundesnetzagentur hat zwei Entscheidungen getroffen, die sich auch auf Privatverbraucher auswirken werden. Die eine betrifft die so genannte "letzte Meile", die andere Gebühren im Mobilfunk.

01.04.2009, 08:25 Uhr
Festnetzanschluss© M.Jenkins / Fotolia.com

Bonn (ddp/red) - Die Bundesnetzagentur hat die Entgelte für bestimmte Leistungen der Deutschen Telekom (www.telekom.de Bei diesem Link handelt es sich um einen Affiliate-Link (Partnerlink), der Nutzer auf Seiten Dritter führt. Wird dort ein Kauf getätigt, erhalten wir unter Umständen eine Provision. Diese Vergütung trägt dazu bei, dass wir unseren Service für Nutzer kostenlos anbieten können.
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) neu festgelegt. So sei die Gebühr für die Überlassung der Teilnehmeranschlussleitung (TAL) zu den Hausanschlüssen gesenkt worden, teilte der Regulierer am Dienstag mit.

Telekom wollte mehr Geld

Die monatliche Miete für die so genannte letzte Meile sei von 10,50 Euro auf 10,20 Euro reduziert worden. Die Regelung gelte ab 1. April für die kommenden zwei Jahre. Die Telekom hatte eine monatliche Miete von 12,90 Euro und eine Laufzeit von fünf Jahren beantragt.

Die letzte Meile ist ein wichtiges Vorprodukt für den Wettbewerb auf dem deutschen Telekommunikationsmarkt, da alternative Netzbetreiber vielfach darauf angewiesen sind, um mit ihren Breitband- und Telefonangeboten in die Haushalte der Kunden zu gelangen. Die Telekom hatte ihren Antrag im Januar damit begründet, dass die Kosten pro Anschluss gestiegen seien und daneben auf Kosten für ihren Personalumbau verwiesen.

Verweis auf Breitband-Ausbau

"Das ist ein schlechter Tag für den Breitbandausbau im ländlichen Raum und Infrastrukturausbau in Deutschland", erklärte ein Sprecher des Bonner DAX-Konzerns in Reaktion auf die Entscheidung der Netzagentur.

Auch die Terminierungsentgelte für die vier Mobilfunkanbieter wurden von der Bundesnetzagentur neu festgesetzt und dabei ebenfalls gesenkt. Diese Entgelte fallen an, wenn ein Telefonat nicht innerhalb desselben Mobilfunknetzes geführt wird. Sie müssen dann von dem Netzbetreiber des Anrufers dem Netzbetreiber des Angerufenen gezahlt werden. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Anrufer vom Festnetz oder dem Mobiltelefon anruft.

Niedrigere Mobilfunk-Entgelte

Diese Entgelte betragen nach Angaben vom Dienstag ab 1. April jeweils pro Minute 7,14 Cent für Anrufe in die Netze von E-Plus und o2 und 6,59 Cent für die Netze von T-Mobile und Vodafone. Die neuen Entgelte würden bis Ende November 2010 gelten, erklärte die Behörde.

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