Signal für mehr Breitband-Wachstum

RegTP senkt Preise für T-DSL-Zuführung an Wettbewerb

Die Telekom wollte eine Verteuerung der T-DSL-Zuführungsentgelte um das Dreifache, doch der Regulierer hat die Preise um rund 18 Prozent gesenkt. Das bedeutet, die Konkurrenten müssen weniger zahlen.

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Die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP) hat die Entgelte für das so genannte T-DSL ZISP von 63,25 Cent auf 52,0 Cent je Kapazitätseinheit von 10 Kbit/s gesenkt. Damit wurde nur etwa ein Drittel der von der Deutschen Telekom beantragten 1,55 Euro für eine solche Einheit genehmigt. Mit ZISP wird die Zuführung des Online-Datenverkehrs von T-DSL-Nutzern zu den Internet-Service-Providern mit eigener Internet-Plattform umschrieben.

Mit Hilfe des Vorprodukts T-DSL-ZISP erhalten Alternativprovider also die Möglichkeit, den T-DSL-Kunden Internet-Dienstleistungen über die eigene Plattform anzubieten. T-DSL-ZISP stellt das hierfür erforderliche Bindeglied zwischen den T-DSL-Anschlüssen und den Internet-Plattformen der Wettbewerber dar. Da die ZISP-Nutzung für alle Privatkunden-Anbieter, die auf DSL-Anschlüssen der Telekom aufsetzen, zwingend notwendig ist, handelt es sich um die wichtigste derzeit verfügbare breitbandige Zusammenschaltungsleistung.

"Die Entscheidung ist ein wichtiges Signal für den Ausbau und das Wachstum des Breitbandmarkts in Deutschland", so Matthias Kurth, Präsident der RegTP. "Die von verschiedenen Wettbewerbern befürchtete deutliche Anhebung der Vorleistungspreise für breitbandige Internetdienste wurde nicht genehmigt. Vielmehr wird die Absenkung der Zugangsentgelte um rund 18 Prozent dem Wettbewerb im Breitbandmarkt neue Impulse verleihen."

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