Einkommensteuer

Regeln und Fristen für die Steuererklärung 2019

Eine Steuererklärung müssen unter anderem Selbstständige und diejenigen verpflichtend abgeben, die mehr als 410 Euro an Lohnersatzleistungen erhalten haben. Dazu gehört zum Beispiel auch das Elterngeld. Die Abgabefrist ist der 31. Juli. Es gibt aber auch Ausnahmen.

25.02.2020, 14:48 Uhr (Quelle: DPA)
SteuererklärungWer einen Steuerberater für die Steuererklärung hinzuzieht, hat mehr Zeit für die Abgabe beim Finanzamt.© m.schuckart / Fotolia.com

Für die Steuererklärung 2019 gibt es eine klare Abgabefrist: Spätestens am 31. Juli müssen die ausgefüllten Formulare beim Finanzamt abgegeben werden, erklärt der Bund der Steuerzahler.

Hilft ein Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein, verlängert sich die Abgabefrist bis Ende Februar 2021. Da der letzte Februartag im Jahr 2021 aber auf einen Sonntag fällt, müssen solche Erklärungen spätestens bis zum 1. März 2021, abgegeben werden.

Bei Lohnersatzleistungen ist eine Steuererklärung verpflichtend

Maßgeblich sind diese Fristen für diejenigen, die zur Abgabe der Steuererklärung verpflichtet sind. Eine Pflicht besteht zum Beispiel dann, wenn neben dem Arbeitslohn weitere Einkünfte von mehr als 410 Euro erzielt wurden, zum Beispiel aus einer Nebentätigkeit. Auch wer Lohnersatzleistungen von mehr als 410 Euro im Jahr bekommen hat, muss die Formulare ausfüllen. Als Lohnersatzleistungen gelten zum Beispiel Arbeitslosengeld, Elterngeld oder Kurzarbeitergeld.

Für wen ist die Steuererklärung außerdem noch Pflicht?

Sich mit der Steuererklärung beschäftigen müssen aber auch alle, die nebeneinander mehrere Arbeitgeber hatten. Auch wenn beide Ehegatten Arbeitslohn bezogen haben und ein Partner mit der Steuerklasse V oder VI besteuert wurde oder das Paar das sogenannte Faktorverfahren (Steuerklasse IV/Faktor) gewählt hatte, müssen die Formulare ausgefüllt werden. Verpflichtet zur Abgabe der Erklärung sind außerdem Freiberufler, Selbstständige und Gewerbetreibende.

Verspätete Abgabe kann Kosten verursachen

Wer merkt, dass er die Fristen nicht einhalten kann, sollte sich rechtzeitig vor Ablauf der Abgabefrist beim Finanzamt melden. Möglich ist es, einen Antrag auf Fristverlängerung zu stellen. Das kann sich durchaus lohnen, denn für verspätet abgegebene Steuererklärungen kann das Finanzamt einen Verspätungszuschlag erheben - dieser beträgt mindestens 25 Euro für jeden angefangenen Monat der Verspätung.

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