Photovoltaik-Förderung

Prognose: Einspeisevergütung läuft 2020 aus

Die Einspeisevergütung, die Betreiber einer Photovoltaikanlage erhalten, wenn sie Strom in das öffentliche Netz einspeisen, ist immer weiter gesunken. Der Verbraucherzentrale Bundesverband geht sogar davon aus, dass die Förderung 2020 auslaufen wird.

Sonnenenergie© Franz Metelec / Fotolia.com

Berlin - Solarstrom ist fast CO2-frei - und mit einer eigenen Anlage auf dem Dach sparen Haushalte die Bezugskosten für Strom. Bislang fördert der Bund die Installationen zusätzlich. Doch voraussichtlich endet die Einspeisevergütung in ihrer bisherigen Form im kommenden Jahr. Darauf weist der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hin.

Einspeisevergütung wurde mehrfach gesenkt

Die Fördersätze für Solarstrom sind bereits mehrfach gesenkt worden. Im Erneuerbare-Energien-Gesetz ist für geförderte Photovoltaik ein deutschlandweites Ziel von 52 Gigawatt vorgesehen. Je mehr Anlagen in einem bestimmten Zeitraum errichtet werden, desto geringer ist die Vergütung für diese Installationen. Die Einspeisevergütung sinkt zusätzlich stufenweise.

vzbv: Bisher noch keine Anschlussregelung

Ist das Ziel von 52 Gigawatt erreicht, wird für neue Anlagen gar keine Förderung mehr ausgezahlt. Die Beobachter des vzbv rechnen damit, dass dies 2020 geschieht. Eine Anschlussregelung sei bisher noch nicht getroffen worden. Wer eine neue Photovoltaik-Anlage in Betrieb nehmen wolle, solle dementsprechend nicht zu lange warten, raten die Experten. Derzeit betrage die jährliche Einspeisevergütung bei einer Stromproduktion von 3.600 Kilowattstunden pro Jahr und 70 Prozent Einspeisung 250 Euro.

Quelle: DPA

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