Heizkosten

Prognose 2018: Preisanstieg beim Heizen mit Öl

Wer mit Öl heizt, muss einer Auswertung zufolge für 2018 mit einer Nachzahlung rechnen. Der Zeitpunkt des Einkaufs ist hier allerdings entscheidend. Für Gas-Heizer sehen die Prognosen besser aus.

Energietarife© Sergej Toporkov / Fotolia.com

Eschborn - Aufgrund des im Vergleich zum Vorjahr um 7,4 Prozent wärmeren Kalenderjahres 2018 ist der Verbrauch von Raumheizwärme in fast allen Regionen in Deutschland zurückgegangen. Das belegen Auswertungen des Energiedienstleisters Techem. Trotzdem müssten Mieter, die mit Öl heizen, voraussichtlich nachzahlen. Der Grund dafür sei der deutlich gestiegene Ölpreis (2018 gegenüber 2017: +21,8 Prozent). Die Raumheizkosten in ölversorgten Liegenschaften könnten sich damit im Bundesdurchschnitt voraussichtlich um 12,8 Prozent erhöhen.

Prognose: Heizen mit Öl im Norden besonders teuer

Höhere Heizkosten für Heizöl könnten gemäß der Prognose, die auf dem Vergleich der Gradtagszahlen von 2018 zu 2017 basiert, besonders auf Mieter aus dem Norden Deutschlands zukommen. Zwar sei nur in Helgoland und auf Norderney auf Basis der Temperaturwerte mit einem Mehrverbrauch zu rechnen, doch auch in Cuxhaven, List auf Sylt und Westermarkelsdorf auf der Insel Fehmarn deuteten sich mehr als 20 Prozent höhere Kosten für Nutzer von Ölheizungen an. Dagegen sollen in allen Regionen Deutschlands die Kosten für Nutzer von Gasheizungen sinken, selbst in Helgoland (-0,2 Prozent) und auf Norderney (-0,7 Prozent).

Unterschiedliche Kostenentwicklung beim Heizen mit Öl und Gas

Bei Heizöl hänge die Höhe der Nachzahlungen letztendlich davon ab, zu welchem Zeitpunkt es eingekauft wurde. So könne es sein, dass noch alte Reserven mit einem niedrigeren Einkaufspreis verheizt wurden. Diesen Effekt gäbe es bei Gas nicht, da der jeweilige Verbrauch zu den aktuellen Konditionen abgerechnet würde. Zudem sei der Gaspreis 2018 gegenüber 2017 im bundesweiten Durchschnitt um 1,6 Prozent gesunken. Verstärkt durch den geringeren Verbrauch gingen die Raumheizkosten für Erdgas um 8,9 Prozent zurück.

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