Preissteigerungen

Preise für Häuser und Wohnungen ziehen erneut an

Es geht munter weiter: Die Preise für selbstgenutzte Wohnimmobilien sind im ersten Quartal 2013 erneut gestiegen.

16.05.2013, 09:00 Uhr
Reihenhaus© jomare / Fotolia.com

Es geht munter weiter: Die Preise für selbstgenutzte Wohnimmobilien sind im ersten Quartal 2013 erneut gestiegen. Besonders heftig zogen die Preise für Eigentumswohnungen an, und zwar um 5,7 Prozent im Jahresver­gleich. Diese Preissteigerungen ließen sich ganz klassisch durch die derzeitigen Angebots- und Nachfragebedingungen erklären, sagen Experten.

Jahrelang wurde (zu) wenig gebaut

So hat der Verband deutscher Pfandbriefbanken (vdp) am Mittwoch in Berlin mitgeteilt, dass die stetig steigenden Preise für Häuser und Wohnungen nicht zuletzt damit zu tun hätten, dass die Wohnungsbautätigkeit über ein Jahrzehnt lang auf einem "ausgesprochen niedrigen Niveau" gelegen habe. Erst in den letzten beiden Jahren habe die Bautätigkeit wieder zugenommen, so Jens Tolckmitt, Hauptgeschäftsführer des vdp.

Gleichzeitig wirkten sich die vergleichsweise robusten ökonomischen Rahmenbedingungen in Deutschland positiv auf die Einkommenssituation der privaten Haus­halte und damit auf die Nachfrage nach Immobilien aus.

Nachfrage vor allem in den Metropolen

Preissteigerungen gibt es auch auf dem Büromarkt zu vermelden. Neuvertragsmieten seien im 1. Quartal 2013 gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 3,5 Prozent gestiegen. Der Kapitalwertindex für Büro­immobilien stieg im Jahresvergleich sogar um 5,2 Prozent. Generell, auch den Privatkundenmarkt betreffend, konzentriere sich die Nachfrage weiterhin vor allem auf die Metropolen. Verstärkend wirkten dabei die historisch niedrigen Kreditzinsen. Zusätzlich profitierten Immobilien nach wie vor davon, dass sie von Anlegern und Selbstnutzern als sicheres Investment angesehen werden. Da sich die Stimmung in der deutschen Wirtschaft seit Anfang des Jahres wieder aufhellt, geht der Verband bei den gegebenen Angebotsbedingungen davon aus, dass der Anstieg der Neuvertragsmieten vorerst anhalten wird.

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