Kostenexplosion

Preise für Energie treiben Index nach oben

Auch im Juli sorgten die Verbraucherpreise für Energie und Nahrungsmittel weiterhin für einen starken Preisauftrieb. Damit verbleibt die Inflationsrate auf dem höchsten Stand seit 15 Jahren. Die Preissteigerung bei Energie betrug acht Prozent und lag damit weit über der des Vormonats.

Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Wiesbaden (red) - Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, ist der Verbraucherpreisindex für Deutschland im Juli 2008 gegenüber Juli 2007 um 3,3 Prozent gestiegen. Die Inflationsrate verblieb damit auch im Juli 2008 auf ihrem höchsten Stand seit fast 15 Jahren. Im Vergleich zum Vormonat Juni 2008 erhöhte sich der Index um 0,6 Prozent. Die Schätzung für Juli 2008 wurde damit bestätigt.

Die Inflationsrate im Juli 2008 ist wesentlich vom Preisauftrieb der Verbrauchsgüter (+ 8,2 Prozent) geprägt, vor allem die Preise für Energie und Nahrungsmittel lagen im Juli 2008 mit 15,1 und 8,0 Prozent weit über dem Vorjahresmonat und erklären gut zwei Drittel der gesamten Preissteigerungsrate.

Im Energiebereich erhöhten sich insbesondere die Preise für Mineralölprodukte (+ 24,0 Prozent; davon leichtes Heizöl: + 59,4 Prozent und Kraftstoffe: + 15,2 Prozent). Überdurchschnittliche Preissteigerungen waren auch bei den anderen Haushaltsenergien (Gas: + 8,1 Prozent und Strom: + 6,8 Prozent) zu beobachten, jedoch lagen diese deutlich unter denen der Mineralölprodukte. Ohne Einrechnung der Preisentwicklung für Energie (Haushaltsenergie und Kraftstoffe) hätte die Teuerungsrate bei lediglich + 1,9 Prozent gelegen.

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