Krankenversicherung

Politiker fordern Rückkehr zu individuellen Beiträgen

Wegen der steigenden Milliardenüberschüsse im Gesundheitswesen fordern CSU und SPD die Rückkehr zu individuellen Kassenbeiträgen. Der Gesundheitsfonds sollte aufgelöst und dessen Milliardenrücklagen sollten an die einzelnen Kassen verteilt werden, mit der Verpflichtung, sie zur Senkung des Beitragssatzes zu nutzen.

08.03.2013, 11:33 Uhr
Zuzahlung© Birgit Reitz-Hofmann / Fotolia.com

Passau (dapd/red) - "Der Gesundheitsfonds sollte abgeschafft werden und die Krankenkassen sollten die Beiträge wieder individuell festlegen", sagte der Vizevorsitzende der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Max Straubinger, der "Passauer Neuen Presse" (Freitagausgabe). "Es ist ein Unsinn, den Leuten so einen Haufen Geld abzunehmen", kritisierte Straubinger des derzeitige System mit einem Einheitsbeitrag von 15,5 Prozent.

Kassenbeiträge könnten günstiger werden

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach sieht in den Milliardenüberschüssen günstige Startbedingungen für die SPD-Pläne einer Bürgerversicherung: "Durch die Milliardenüberschüsse sind die Bedingungen für die Einführung einer Bürgerversicherung so günstig wie nie." Auch Lauterbach forderte: "Wir brauchen die Rückkehr zu individuellen Beitragssätzen der Kassen".

Auch die Techniker Krankenkasse hatte vor kurzem bekannt gegeben, dass sie ihre Beiträge gern wieder selbst festlegen würde. Die 15 Prozent sollten damit deutlich unterschritten werden, so die TK.

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