Sonnenstrom

Polarstern: Eigenverbrauch bei Solaranlage rechnet sich immer mehr

Wer selbst Strom mit einer Solaranlage erzeugt, ist dem Ökostromversorger Polarstern zufolge gut damit beraten, so viel wie möglich von der Energie selbst zu verbrauchen. Der Eigenverbrauch lohnt sich demnach immer mehr.

Photovoltaik Vergleich© pf30 / Fotolia.com

München - Sich selbst mit Energie zu versorgen, ist für immer mehr Haushalte interessant. Hatten vor rund zehn Jahren etwa 300.000 Haushalte in Deutschland eine eigene Photovoltaikanlage auf dem Dach, sind es heute über 1 Millionen, berichtet der Ökoenergieanbieter Polarstern. Damit habe sich die Zahl mehr als verdreifacht. Hintergrund dafür seien die sinkenden Investitionskosten und gleichzeitig die steigende Wirtschaftlichkeit bei der eigenen Stromversorgung.

Polarstern: Eigene Sonnenenergie ist um die Hälfte günstiger als eingekaufter Strom

Einen zentralen Einfluss auf die Wirtschaftlichkeit der eigenen Stromversorgung hat dem Stromanbieter zufolge neben den Anlagenkosten das Verhalten der Bewohner und damit ihr Energieverbrauch. Bis vor rund sechs Jahren war die Einspeisung des erzeugten Stroms ins öffentliche Netz attraktiver als der Eigenverbrauch. Das habe sich komplett gedreht.

Eine Kilowattstunde Strom aus dem Netz koste einen Privathaushalt im Schnitt rund 30,48 Cent. Die selbst erzeugte und gespeicherte Kilowattstunde liege hingegen bei rund der Hälfte oder sogar bis zu einem Drittel dieses Preises.

Wann rechnet sich die eigene Solaranlage?

Für einen Drei- bis Vierpersonenhaushalt mit einem Stromverbrauch von 3.700 Kilowattstunden im Jahr rechne sich der Kauf einer Solaranlage mit sieben Kilowatt Peak (kWp) Leistung und einem Batteriespeicher mit einer Leistung von sechs Kilowattstunden heute meist nach rund 10 Jahren, sofern rund 75 Prozent des erzeugten Stroms selbst genutzt würden. Haushalte würden so sogar Einnahmen aufgrund der EEG-Einspeisevergütung erzielen.

Florian Henle, Geschäftsführer von Polarstern, rät in diesem Zusammenhang davon ab, mit dem Ziel eines hohen Eigenverbrauchs zu kleine Anlagen zu installieren. Angesichts der aktuellen Einspeisevergütung und der Stromgestehungskosten lohne es sich für private Haushalte fast immer, ihre komplette verfügbare Dachfläche zu nutzen, um möglichst viel Solarstrom zu erzeugen.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Photovoltaik Vergleich

    Experte: Photovoltaikanlagen sind günstiger – Ertrag bleibt stabil

    Zwar ist die Einspeisevergütung bei Photovoltaikanlagen gesunken, die Anschaffung einer Solarstromanlage soll sich 2019 aber mehr lohnen als im vergangenen Jahr, sagen Experten. Ein Grund dafür seien die gesunkenen Anlagenkosten.

  • Stromkosten

    Verivox kürt Wechselmeister beim Strom 2018

    Verivox hat untersucht, in welchen Bundesländern Stromkunden regelmäßig den Versorger wechseln. Die Statistik zeigt aber nicht nur Wechselmeister und –muffel auf, sondern auch, was in den einzelnen Ländern beim Wechsel gespart werden kann.

  • Solarzellen

    Nachfrage nach Mieterstrom-Förderung liegt hinter Erwartungen

    Die Förderung von Mieterstrom-Modellen durch die Bundesregierung stößt bisher auf verhaltenes Interesse. Mit den Verträgen können Mieter den Ökostrom vom eigenen Dach beziehen und sparen. Vermieter erhalten dafür Zuschläge.

  • MP3

    Musikstreaming: Ein Dienst verbraucht viel mehr Strom

    Musikstreaming auf dem Handy verbraucht nicht viel Strom, hat der Stromanbieter Eon ausgerechnet. Die Kosten dafür fallen kaum ins Gewicht. Allerdings gibt es einen Dienst, der deutlich mehr den Akku belastet als andere.

  • Strom- und Gaspreise

    Verivox: Strom und Gas sind günstiger geworden

    Sowohl Strom als auch Gas sind im Vergleich zum Januar günstiger geworden, berichtet das Verbraucherportal Verivox. Aber nicht jeder Energiekunde profitiert automatisch von den gesunkenen Preisen.

Top