Potenzial

Plädoyer für Solaranlagen entlang von Autobahnen

NRW-Umweltminister Johannes Remmel (Grüne) plädiert für einen massiven Ausbau von Solaranlagen zur Energiegewinnung entlang von Autobahnen und Schienentrassen. Hintergrund dieses Überlegungen sind offenbar aktuelle Zahlen, wonach NRW sein Potenzial für Photovoltaik und Solarthermie nur zu drei Prozent abruft.

14.01.2013, 10:28 Uhr
Solarmodul© view7 / Fotolia.com

Essen/Düsseldorf (dapd/red) - "Wir haben enormes theoretisches Potenzial für die nächsten Generationen von Solaranlagen. Allein an den Randstreifen von Autobahnen und entlang unserer Schienenwege gibt es noch jede Menge Chancen für die Solarnutzung", sagte Remmel kürzlich den Zeitungen der WAZ-Mediengruppe.

Nur drei Prozent werden genutzt

Eine bislang unveröffentlichte Studie habe ermittelt, "dass in NRW nur drei Prozent des möglichen theoretischen Potenzials in der Photovoltaik und Solarthermie genutzt werden", sagte Remmel weiter. Zuletzt hatte das Umweltministerium in einer "Potenzialstudie" errechnet, dass allein durch Windenergie bis zu 71 Terawattstunden pro Jahr - mehr als das Doppelte des privaten Stromverbrauchs in NRW - produziert werden könnten.

Energiewende auch als Geldanlage nutzen

Zugleich forderte Remmel eine "Energie-Anleihe des Staates" zur besseren Finanzierung des Ökostrom-Ausbaus: "Gerade mit Blick auf die niedrigen Zinsen auf dem Kapitalmarkt könnte die Energiewende somit zu einer attraktiven Geldanlage für Bürger, Banken und Versicherungen werden."

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