Geschäftsbericht 2001

Pfalzwerke sehen sich als energiewirtschaftliche Kraft der Region

Die Vorstellung des Geschäftsberichts für das vergangene Jahr nahm Pfalzwerke-Vorstandsmitglied Günther Koch zum Anlass, die steuerlichen Belastungen des Strompreises zu kritisieren. Dabei sprach er sich nicht gegen eine Förderung erneuerbarer Energien aus, hält jedoch die Umfinanzierung über den Strompreis für falsch.

27.06.2002, 09:45 Uhr
Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com

Die Pfalzwerke in Ludwigshafen haben im abgelaufenen Geschäftsjahr 2001 ihre Position im Energiemarkt erfolgreich ausgebaut. "Wir sehen uns als die energiewirtschaftliche Kraft der Region, die zu hervorragenden Konditionen wesentliche und wichtige Infrastrukturleistungen für die Bevölkerung, Industrie und Gewerbe in der Pfalz, im Saar-Pfalz-Kreis und auch darüber hinaus sicherstellt", bilanzierte Günther Koch, Mitglied des Vorstandes.

Koch nahm die Vorstellung der Bilanz für das vergangene Jahr zum Anlass, sich gegen die Mehrbelastung von Stromkunden auszusprechen. Konzessionsabgabe, Ökosteuer, EEG- und KWK-Umlagen sowie die Mehrwertsteuer hätten zu einer Mehrbelastung von mehr als 40 Prozent für den Haushaltskunden geführt. "Ich spreche mich nicht gegen eine Förderung erneuerbarer Energie und der Kraftwärmekopplung aus, für die in den vorliegenden und modernisierten Gesetzen sachorientierte Regelungen gefunden wurden. Ich halte allerdings die gewählte Form, die Umfinanzierung über den Strompreis für falsch", so Günther Koch. Die Preisvorteile der Liberalisierung würden den Kunden dadurch wieder weggenommen.

"Die bilanzpolitischen Maßnahmen zur nachhaltigen Weiterentwicklung des Unternehmens machen unsere Bilanz für das Jahr 2001 zu einer Zukunftsbilanz für unser Unternehmen", sagte Vorstandsmitglied Knut Zschiedrich. Absatzsteigerungen wurden in den Bereichen Strom mit 3,4 und Gas mit 11,3 Prozent verzeichnet. Trotz deutlicher Margenverschlechterung stiegen die Umsatzerlöse um etwa vier Prozent, was auf die Entwicklung im Kerngeschäft zurückzuführen ist. Der Jahresüberschuss gestattet die Einhaltung der Dividendenkontinuität von sechs Euro pro Stückaktie.

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