Stromkosten

PC-Rollenspiele und Ego-Shooter treiben Stromverbrauch in die Höhe

Der Stromverbrauch kann sich durch das PC-Spielen drastisch erhöhen. Im einigen Fällen ist die Stromrechnung dann sogar einige hundert Euro teurer. Es gibt aber ein paar Möglichkeiten, wie Gamer die Stromkosten im Zaum halten können.

Jugendlicher© Klaus Eppele / Fotolia.com

Berlin – Computerspiele sind echte Stromfresser. Durchschnittliche Gamer verbrauchen im Jahr mehr Strom als ein Kühlschrank im Dauereinsatz. TopTarif hat auf einem Modell-Rechner 15 aktuelle und beliebte Computerspiele getestet. Das Ergebnis: Zwischen den Spielarten gibt es Unterschiede von bis zu 56 Prozent. Zu den größten Stromfressern gehören demnach nicht nur Ego-Shooter und Rollenspiele, sondern auch Sportspiele.

Stromverbrauch bei unterschiedlichen PC-Spielen

Bei den PC-Spielen gelte: Je aufwendiger die Animationen und je detaillierter die Grafik, desto mehr Strom ziehe der Spiele-PC aus der Steckdose. Das treffe in der Regel nicht nur auf sogenannte Ego-Shooter wie das neue Battlefield 1 zu, sondern auch auf aktuelle Sportspiele wie zum Beispiel FIFA 17. Die durchschnittliche tägliche Spieldauer beträgt laut der JIM-Studie (2016) 86 Minuten. Daraus errechne sich für FIFA ein Stromverbrauch von 86 Kilowattstunden (kWh) im Jahr – etwas mehr als der Shooter (80 kWh). Zum Vergleich: Ein durchschnittlicher Kühlschrank der Energiesparklasse A+++ benötigt im Dauereinsatz jährlich etwa 75 kWh, berichtet Toptarif.

Stromkosten bei World of Warcraft und The Witcher 3

Da moderne Spiele immer häufiger auf eine noch realistischere Grafik setzten, benötigen sie auch mehr Rechenleistung, erklärt Dr. Arnd Schröder, Geschäftsführer von TopTarif. Auch ältere Spiele könnten die Stromkosten in die Höhe treiben. So verbrauche das bereits seit Jahren beliebte Rollenspiel World of Warcraft (2004 erschienen) trotz seiner nicht mehr ganz zeitgemäßen Grafik mehr Strom als das neuere und grafisch bessere Rollenspiel The Witcher 3 (2015 erschienen). Bei Spielen mit zahlreichen Mitspielern, sogenannte Multiplayer Games, gäbe es mehr bewegliche Details und Animationen auf dem Bildschirm. Das fordere dem Gaming-PC auch mehr Leistung ab.

Am wenigsten Strom verbrauchte im Testversuch das Kartenspiel Hearthstone. Bei einer täglichen Spieldauer von 86 Minuten zieht es demnach nur etwa 38 kWh im Jahr aus der Steckdose und damit über 50 Prozent weniger als die grafikintensiven Spiele.

Strom sparen mit aktueller Hardware

Richtig teuer würde der Spielspaß, wenn Gaming-PCs mit sehr leistungsfähiger Hardware ausgestattet sind. Je nach Modell und Spielverhalten steige der Stromverbrauch dann schnell auf mehrere Hundert Kilowattstunden im Jahr. So könnten jährliche Stromkosten von bis zu 200 Euro entstehen.

Bei Computern und Hardware könnten sich Verbraucher nicht an Energiesparklassen orientieren. Dennoch besitze neue Hardware nicht nur mehr Leistungsvermögen, sondern sei zumeist auch energieeffizienter.

Billiger Strom – günstiger Spielen

Wer gerne und regelmäßig spielt, kann seine jährlichen Stromkosten schnell mit einer einfachen Stellschraube um ein Drittel senken. Ein Haushalt mit einem Stromverbrauch von 4.000 Kilowattstunden zahltderzeit 1.224 Euro im teuren Grundversorgungstarif. Der günstigste Anbieter kostet nur 829 Euro pro Jahr. Das entspricht einer jährlichen Entlastung von 395 Euro. Wer regelmäßig zum günstigsten Stromanbieter wechselt, kann guten Gewissens auch mal länger am PC spielen.

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