BGH-Urteil

Paypal: Käuferschutz schützt nicht vor Klagen

Als Käufer ist man bei Paypal im Vorteil, denn wenn der Verkäufer nicht liefert, bekommt man über den Käuferschutz sein Geld wieder. Allerdings kann der Verkäufer sich vor Gericht dagegen wehren, entschied jetzt der BGH.

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Karlsruhe - Bei einem Internet-Einkauf über Paypal hat im Streitfall nicht der Online-Bezahldienst das letzte Wort. Verkäufer können den Kunden trotz Paypal-Käuferschutzes später auf Zahlung in Anspruch nehmen, entschied der Bundesgerichtshof (BGH) am Mittwoch in Karlsruhe.

Was ist der Paypal-Käuferschutz?

Paypal-Kunden können Käuferschutz beanspruchen, wenn eine Ware nicht ankommt oder wesentlich von der Artikelbeschreibung abweicht. Dann bucht der Bezahldienst dem Käufer den gezahlten Kaufpreis zurück - und belastet in gleicher Höhe das Paypal-Konto des Verkäufers. Dagegen wehrten sich Verkäufer in zwei Verfahren.

Paypal-Verkäufer kann vor Gericht ziehen

Dagegen können Verkäufer klagen, unterstrich der BGH (AZ: VIII ZR 83/16 und VIII ZR 213/16t). Der Käufer bleibt aus Sicht des BGH gleichwohl "erheblich" im Vorteil: "Der Verkäufer hat erst einmal den Schwarzen Peter und muss seine Ansprüche einklagen", betonte die Vorsitzende BGH-Richterin.

Bei seiner Entscheidung habe der BGH aber auch das berechtigte Interesse des Verkäufers berücksichtigen müssen. "Sonst wäre das das Aus für Privat-Verkäufer gewesen."

Quelle: DPA

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