Umfrage

Ostdeutsche wählen häufiger Atomstrom als Westler

Kaum verwunderlich: Für jeden dritten Deutschen ist einer Umfrage zufolge allein der Preis bei der Wahl der Stromart entscheidend. Ostdeutsche würden noch etwas häufiger auf Atomstrom zurückgreifen, ebenso junge Menschen und Wähler konservativer Parteien.

Stromtarife© Gina Sanders / Fotolia.com

München (dapd/red) - Wie eine am Sonntag veröffentlichte Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Forsa für das Nachrichtenmagazin "Focus" ergab, würden 38 Prozent der Befragten ausschließlich aus Atomkraftwerken stammenden Strom beziehen, wenn er von einem Anbieter preisgünstig angeboten würde.

58 Prozent wollen keinen Atomstrom

58 Prozent lehnten dies ab. Häufiger als der Durchschnitt würden die Ostdeutschen (42 Prozent), 18- bis 29-Jährige (47 Prozent) und Anhänger von Union und FDP (jeweils 49 Prozent) billigen Atomstrom wählen.

Ähnliches Ergebnis wie vor zwei Monaten

Forsa befragte vom 9. bis 12. Mai 2.001 repräsentativ ausgewählte Bundesbürger. Vor zwei Monaten hatte sich in einer repräsentativen Emnid-Umfrage eine Mehrheit von ebenfalls 58 Prozent der Deutschen bereiterklärt, monatlich 15 Euro zusätzlich für atomfreien Strom hinzunehmen.

Günstige Stromanbieter finden

Wer meint, zu viel für Strom zu bezahlen oder wer zu einem reinen Ökostromtarif wechseln möchte, kann über den Tarifrechner von Strom-Magazin.de in beiden Fällen tätig werden und vielfach einiges an Geld sparen. Inzwischen gibt es bundesweit mehrere Ökostromanbieter, die besonders strenge Kriterien erfüllen und ost sogar günstiger sind als der Grundversorger.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Strompreise

    Neuer Versorger beim Umzug: Stromkosten könnten um Millionen sinken

    Bei den Stromkosten werden jährlich Millionen allein dadurch verschenkt, dass Verbraucher selbst bei einem Umzug nicht aktiv einen neuen Energieversorger suchen. Das zeigt eine Auswertung der Tarifexperten von Verivox.

  • Tarifvergleich

    Umfrage: Was macht einen guten Stromanbieter aus?

    Für Stromkunden ist der Preis bei der Wahl des Energieversorgers eines der entscheidendsten Auswahlkriterien. Jeder Fünfte würde für einen niedrigeren Preis sogar Atomstrom beziehen. Worauf legen Verbraucher außerdem noch Wert?

  • Hochspannungsleitung

    Atomausstieg bis 2017 möglich und verantwortbar

    Der Präsident des Umweltbundesamtes, Jochen Flasbarth, hält die Abschaltung sämtlicher Atomkraftwerke in Deutschland in den kommenden sechs Jahren für möglich und verantwortbar. Zudem rät er Verbrauchern, ihre Marktmacht zu nutzen und zu einem Ökostromanbieter zu wechseln.

  • Strom sparen

    Stromanbieterwechsel: 3 Millionen Verbraucher haben gewechselt

    Im vergangenen Jahr haben drei Millionen Verbraucher Ihren Stromanbieter gewechselt, das sind etwa ein Drittel mehr als im Vorjahr. Wer sich noch nie für einen anderen Stromtarif entschieden hat, kann mit einem Wechsel zum günstigsten Angebot im Durchschnitt 229 Euro sparen. Ein Strompreisvergleich lohnt sich also sehr.

  • Stromnetz Ausbau

    RWE-Chef Großmann kämpft für Atommeiler

    Angela Merkel wird auf ihrer Energiereise am Donnerstag im emsländische Lingen auf einen ihrer größten Widersacher im Streit um die geplante Brennelementesteuer treffen: RWE-Vorstandschef Jürgen Großmann. Er gilt als einer der Initiatoren der Anzeigenkampagne, in der rund 40 Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Politik in der vergangenen Woche für den Atomstrom plädiert hatten.

Top