Preissteigerungen

Olivenöl-Knappheit führt zu steigenden Preisen

Zu einem hervorragenden italienischen Essen gehört das Olivenöl, das mittlerweile auch in vielen Haushalten hierzulande gang und gäbe ist.

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Zu einem hervorragenden italienischen Essen gehört das Olivenöl, das mittlerweile auch in vielen Haushalten hierzulande gang und gäbe ist. Es gilt: Je höher die Qualität, desto besser auch der Geschmack und desto gesünder das beliebte Öl. Aufgrund des Wetters und der Bactrocera Olea, der Olivenfruchtfliege, sind die Ernten aber im vergangenen Jahr schlecht ausgefallen und die Preise an der Großhandelsbörse erheblich gestiegen. So droht verstärkt auch der Betrug bei der Qualität.

Olivenfruchtfliege zerstört die Pflanzen

Ein Zusammenspiel aus mehreren Wetterphänomenen hat die Olivenernte vieler italienischer Olivenbauern zerstört. Das Ausbleiben des Winters, die fehlende Sonne im Sommer und große Niederschlagsmengen sollen sich negativ auf die Ernten ausgewirkt haben und zusätzlich äußerst günstig für die Olivenfruchtfliege gewesen sein. Einige Bauern griffen auf die chemische Schädlingsbekämpfung zurück, um die Früchte von den Eiern der Fliege zu befreien. Für Biobauern gibt es diese Option nicht. Dadurch ist die Olivenernte mehr als knapp ausgefallen: 35 Prozent weniger Olivenöl wird es insgesamt geben. Das Ernteergebnis soll von 480.000 Tonnen auf 300.000 Tonnen sinken, so der Hersteller-Verband Federolio.

Billiges Olivenöl oder Qualitätsware?

An der Großhandelsbörse in Bari ist der Preis binnen zwei Monaten - im Oktober und November - um über 40 Prozent gestiegen. Noch könne sich der Preis bei 8,50 pro Liter halten, weil die Italiener schnell das Öl aus der vergangenen Ernte aufkauften. Durch die Erntesituation sei aber besonders die Menge an qualitativem Olivenöl knapp, berichtet fr-online.de. Die besonders hochwertige Sorte "Extra Vergine" beziehungsweise "nativ extra" drohten billige Nachahmungen. Nach EU-Recht darf die Sorte maximal 0,8 Prozent an Fettsäuren enthalten. Die Qualitätsoliven für das hochwertige Öl kosten zwischen sechs und zehn Euro und damit ist das Öl rund ein Drittel teurer als das aus Marokko oder Tunesien. Billiges Olivenöl sei schon häufiger als italienisches Qualitätsprodukt ausgegeben worden.

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