Befürchtungen

Ölpreis steigt vor OPEC-Treffen leicht

Der Preis für Erdöl ist kurz vor dem Treffen der Organisation Erdölexportierender Länder (OPEC) wieder gestiegen. Ein Barrel (159 Liter) der in New York gehandelten Sorte Light Sweet Crude kostete am Montag im elektronischen Handel 106,88 Dollar - 65 Cent mehr als am Freitag.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

London/Wien (AFP/sm) - Die in London gehandelte Nordseesorte Brent wurde 51 Cent teurer und kostete 104,60 Dollar. Für den leichten Anstieg sorgten Befürchtungen, der Hurrikan "Ike" könnte die Ölförderung im Golf von Mexiko beeinträchtigen. Hinzu kam aber vor allem die Sorge, die OPEC könnte bei ihrem Treffen am Dienstag in Wien beschließen, ihre Förderquoten zu senken.

Analysten rechneten am Montag damit, das Erdölkartell werde seine offiziellen Förderquoten beibehalten. Allerdings würden einige OPEC-Staaten, allen voran Saudi-Arabien, ihre inoffizielle Mehrförderung über den OPEC-Quoten zurückfahren. Der Iran forderte am Montag, die OPEC solle auch offiziell ihre Förderquoten senken, da es derzeit eine Überproduktion gebe.

Die Internationale Energieagentur (IEA) hatte bereits am Freitag die im OPEC-Kartell zusammengeschlossenen Förderländer aufgefordert, ihre Produktion nicht zu senken. Wenn die OPEC ihre Förderung bei ihrem Treffen am Dienstag in Wien aufrecht erhalte, könnten sich Marktlage und Preise verbessern. Mittelfristig blieben zudem die Investitionen in einen Ausbau der Produktionskapazitäten unzureichend, weil die Nachfrage weiter steige. Im kommenden Jahr drohten am Markt deshalb erneut Spannungen. In der IEA sind 27 Ölverbraucherländer zusammengeschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren
  • geballte Faust

    Benzin- und Heizölpreise steigen weiter

    Die Benzin- und Heizölpreise steigen weiter: Sprit ist so teuer wie seit drei Jahren nicht mehr und beim Öl sind es bereits dreieinhalb Jahre. Eine Entspannung der Lage ist nicht in Sicht – im Gegenteil.

  • Erdölpumpen

    Ölpreise legen zu – USA produziert weiter auf Hochtouren

    Auch wenn die Ölpreise erst wieder gestiegen sind, bleibt die längerfristige Entwicklung abzuwarten. Zwar haben die Opec-Länder zuletzt beschlossen, die Fördermengen weiterhin gedrosselt zu halten. In den USA aber steigen die Fördermengen wieder erheblich.

  • Hochspannungsmasten

    Energieagentur: Keine Aussicht auf niedrigere Energiepreise

    Der Chef der Internationalen Energieagentur (IEA), Nobuo Tanaka, gibt trotz des jüngsten Preisrutschs bei Rohöl keine Entwarnung für die Märkte. "Wir bleiben mit unserer Einschätzung vorsichtig", sagte er dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". "Wir leben in Zeiten hoher Energiepreise, da führt kein Weg zurück", sagte Tanaka.

  • Hochspannungsleitung

    RWE-Energiestudie: Fossile Energieträger auch 2030 dominierend

    Die fossilen Energieträger werden nach dem aktuellen Weltenergiereport des RWE-Konzerns in den nächsten Jahrzehnten die zentralen Säulen der Energieversorgung bleiben. Auch im Jahr 2030 würden voraussichtlich rund 80 Prozent des Energiebedarfs durch Öl, Kohle und Gas gedeckt.

  • Stromnetz Ausbau

    Opec uneins über Ölförderquoten

    Ab morgen treffen sich die ölfördernden Länder in Wien zur 139. OPEC-Konferenz. Wie im Vorfeld bekannt wurde, gibt es unterschiedliche Auffassungen über eine mögliche Anpassung der Förderquoten. Während OPEC-Chef Daukoru eine Senkung diskutieren will, gibt es auch Stimmen für stabile Förderquoten.

Top