Studie

Ökostrom-Umlage könnte spürbar steigen

Die Umlage für die erneuerbaren Energien wird einer Studie zufolge spürbar steigen. Auf 5 Cent pro Kilowattstunde könnte die Umlage in diesem Herbst anwachsen - so lautet zumindest das Ergebnis einer Untersuchung des Bundesverbandes der Erneuerbaren Energien (BEE), wie die Wochenzeitung "Die Zeit" am Donnerstag berichtet.

BEE© BEE

Hamburg (dapd/red) - Derzeit liegt die Ökostrom-Umlage, die im Strompreis enthalten ist, bei rund 3,5 Cent. Allerdings wurde bereits in den vergangenen Wochen wiederholt über einen Anstieg spekuliert.

Umlage werde missbraucht

Der Präsident des BEE, Dietmar Schütz, forderte eine Reform der Umlage, mit der der Ökostrom-Ausbau finanziert werden soll. Ziel müsse es sein, die Kosten für den Verbraucher zu senken und auf mehr Schultern zu verteilen. "Nur noch knapp die Hälfte der Umlage kommt den erneuerbaren Energien zugute. Stattdessen wird sie zur allgemeinen Industrieförderung missbraucht", sagte Schütz der Zeitung.

Hohen Strompreisen begegnen

Wer etwas gegen die steigenden Strompreise unternehmen möchte, sollte über einen Anbieterwechsel nachdenken - vor allem dann, wenn man noch in der Grundversorgung bei den Stadtwerken vor Ort ist. Es gibt sogar Ökostromtarife mit sehr strengen Kriterien, die günstiger sind als der Grundversorgungstarif.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Tarife

    Prognose: EEG-Umlage sinkt im kommenden Jahr

    Die EEG-Umlage soll dem Bundesverband Erneuerbarer Energien zufolge im kommenden Jahr sinken. Am 15. Oktober legen die vier deutschen Netzbetreiber die Höhe der Umlage fest. Die Umlage zahlen Stromkunden über ihre Energierechnung.

  • Wechsel

    18 Jahre EEG: Durchschnittshaushalte zahlten 2.200 Euro

    Mit der EEG-Umlage wird nun seit 18 Jahren der Umstieg auf die erneuerbaren Energien finanziert. In diesem Zeitraum hat eine durchschnittliche Familie etwa 2.200 Euro beigesteuert, so eine Berechnung von Verivox.

  • Steckdose

    Verbraucher zahlen offenbar drei Milliarden Euro zu viel für Strom

    Die Energiekonzerne kassieren in diesem Jahr offenbar beim Strompreis bis zu drei Milliarden Euro zu viel von den Verbrauchern. Wie die "Saarbrücker Zeitung" (Freitagsausgabe) berichtet, geht dies aus einer neuen Strompreis-Studie der Grünen-Bundestagsfraktion hervor.

  • Ökologisch

    RWI rechnet mit weiter steigender Ökostrom-Umlage

    Der massive Ausbau der erneuerbaren Energien treibt die Stromrechnung eines Musterhaushalts mit einem Jahresverbrauch von 4.000 Kilowattstunden nächstes Jahr um 56 Euro nach oben. Das geht aus Berechnungen des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI) hervor.

  • Energieversorung

    Die Energiewende werde die Strompreise senken

    Nach Ansicht des baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann (Grüne) werden die Strompreise infolge der Energiewende sinken. "Langfristig werden die Preise wieder fallen, weil wegen der erneuerbaren Energien weniger Brennstoffkosten für die Stromerzeugung anfallen."

Top