Forderungen

o2 will Ungleichverteilung bei Frequenzvergabe beenden

Der kleinste deutsche Mobilfunk-Netzbetreiber sieht die Netzagentur bei der Vergabe neuer Mobilfunkfrequenzen am Zuge. Es müsse zwischen den großen und den kleineren Anbietern mehr Chancengleichheit geben.

Handytarife© Cheyenne / Fotolia.com

München (red) - Die Telefonica-Tochter o2 Germany (www.o2-online.de Bei diesem Link handelt es sich um einen Affiliate-Link (Partnerlink), der Nutzer auf Seiten Dritter führt. Wird dort ein Kauf getätigt, erhalten wir unter Umständen eine Provision. Diese Vergütung trägt dazu bei, dass wir unseren Service für Nutzer kostenlos anbieten können.
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) begrüßt die für 2010 geplante Frequenzversteigerung durch die Bundesnetzagentur und fordert einen "fairen Zugang" für alle Mobilfunkanbieter zu den Frequenzen unter einem Gigahertz. Die D-Netzbetreiber seien durch ihren frühen Markteintritt bei der Frequenzverteilung unter ein Gigahertz besser gestellt, so die Sichtweise des kleinsten deutschen Netzbetreibers.

Eigenes Konzept von o2

Aus Sicht von Markus Haas, der bei o2 für Regulierungsfragen zuständig ist, würde die anstehende Frequenzauktion die "einmalige Chance" bieten, diese "Benachteiligung zu beseitigen". o2 hat dazu ein Konzept mit festen Spektrumsgrenzen für alle Mobilfunkanbieter sowie Ausbauverpflichtungen für die Breitbandversorgung in den bisher unversorgten ländlichen Gebieten vorgelegt.

Forderung nach Ausgleich

Die ungleiche Frequenzverteilung auf dem deutschen Markt stelle eine Wettbewerbsverzerrung dar. Vodafone und T-Mobile verfügten heute über je 12,4 Megahertz im GSM-900-Bereich, o2 und E-Plus jedoch nur über je fünf Megahertz. Dieses Spektrum unter einem Gigahertz sei besonders für die Flächenversorgung geeignet, weil mit vergleichsweise wenig Sendemasten große Gebiete mit mobilen Sprach- und Datendiensten versorgt werden könnten. Das Spektrum um 1800 Megahertz, bei dem o2 und E-Plus über größere Frequenzbänder verfügten, sei dagegen für Städte und Ballungsgebiete geeignet.

Der Regulierer in der Pflicht

o2 fordert vor dem anstehenden Verfahren eine Gleichverteilung der bestehenden Frequenzen unter den Mobilfunkanbietern. Dies könnte durch eine Umverteilung des GSM900- und GSM1800-Spektrums erfolgen. Sollten die D-Netzbetreiber dazu nicht bereit sein, verlangt o2 eine harte Spektrumskappe durch die Netzagentur.

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