Investitionen gefährdet

NRW: SPD kritisiert Pläne der Union zur Atomkraft

Die SPD im Düsseldorf Landtag fürchtet Nachteile für den Energiestandort NRW durch einer Verlängerung der Restlaufzeiten deutscher Kernkraftwerke. Entsprechende Pläne gefährdeten die geplanten Milliardeninvestitionen in die Erneuerung des Kraftwerksparks. NRW-Energieministerin Christa Thoben wies die Kritik zurück.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Düsseldorf (ddp-nrw/sm) - Die SPD-Landtagsfraktion fürchtet Nachteile für den Energiestandort NRW durch einer Verlängerung der Restlaufzeiten deutscher Kernkraftwerke. Entsprechende Pläne der Union gefährdeten die geplanten Milliardeninvestitionen von Energiekonzernen in die Erneuerung des Kraftwerksparks, sagte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Axel Horstmann am Dienstag in Düsseldorf. Er forderte daher Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) auf, sich klar gegen die Pläne auszusprechen. NRW-Energieministerin Christa Thoben (CDU) wies die Kritik zurück.

"Das kernkraftfreie NRW hat nichts zu gewinnen, aber viel zu verlieren", betonte Horstmann. Energieunternehmen würden die Chance nutzen, sich noch für einige Jahre mit Strom aus abgeschriebenen Atomkraftwerken statt aus modernen Kohle- und Gaskraftwerken einzudecken. Die geplanten Investitionen der Erzeuger in den NRW-Kraftwerkspark mit einem Gesamtvolumen von mehr als fünf Milliarden Euro könnten dann verzögert oder gekürzt werden. Daher sei es "fahrlässig", dass sich die neue Landesregierung von CDU und FDP nicht zu diesem Thema positioniere.

Thoben betonte hingegen, zwischen der Restlaufzeit von Kernkraftwerken und dem Kraftwerkserneuerungsprogramm in NRW bestehe kein unmittelbarer Zusammenhang. Keines der im Land geplanten Vorhaben sei als Ersatz für ein Atomkraftwerk gedacht. Zudem unterstütze die Landesregierung das Modernisierungsprogramm der Energiewirtschaft "mit Vorrang".

CDU-Bundesvorsitzende Angela Merkel hatte der Energiewirtschaft angeboten, die Atommeiler im Falle eines Wahlsieges der Union bei der geplanten Bundestagswahl so lange weiterzubetreiben, wie sie technisch dazu in der Lage seien. Laut dem 2001 vereinbarten Atomausstieg sollte das letzte Kernkraftwerk in Deutschland gemäß den Vorstellungen der rot-grünen Bundesregierung im Jahr 2018 abgeschaltet werden.

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