Energiewende

Nordlink-Stromtrasse erhält weitere EU-Hilfen

Die Stromtrasse Nordlink soll ab 2020 Ökostrom von Norwegen nach Deutschland leiten und umgekehrt. Die Europäische Union hatte 2017 bereits einen Kredit in Millionenhöhe für das Projekt zugesagt, jetzt folgt eine weitere Finanzspritze.

15.08.2018, 15:05 Uhr (Quelle: DPA)
Netzausbau© Schuppich / Fotolia.com

Brüssel - Die geplante Ökostrom-Trasse Nordlink von Norwegen nach Deutschland erhält weitere finanzielle Hilfen der Europäischen Union. Die Europäische Investitionsbank (EIB) kaufte am Dienstag für 100 Millionen Euro Anleihen des Netzbetreibers Tennet, wie die EU-Kommission mitteilte. 2017 hatte die EIB nach Angaben eines Sprechers bereits Darlehen über rund 650 Millionen Euro für Nordlink zugesagt.

Nordlink-Stromleitung soll bis 2020 fertig sein

Über die mehr als 600 Kilometer lange Leitung durch die Nordsee wollen beide Länder künftig Strom aus Wasser- und Windkraft austauschen. Das soll die Netze stabilisieren und die Energiewende in Deutschland voranbringen. Die Leitung soll 2020 fertig sein. Baubeginn war 2016.

Ökostrom soll in beide Richtungen fließen

EU-Kommissionsvizepräsident Maros Sefcovic nannte Nordlink eine Stütze der Versorgungssicherheit und des Klimaschutzes durch eine intelligente Kombination erneuerbarer Quellen. Norwegen produziert viel Energie aus Wasserkraft, die im Gegensatz zu Windstrom gut speicherbar ist. Deutschland könnte künftig Windstrom-Überschüsse an Norwegen liefern und sich bei Flaute mit Wasserstrom von dort versorgen.

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