Vorsorge

Nicht jede Versicherung ist für Kinder geeignet

Die Vorsorge für die eigenen Kinder beschäftigt die meisten Eltern: Doch nicht jede Police ist ratsam. Gerade im Bereich der privaten Rentenversicherung oder anderen, dem Kapitalaufbau dienenden Versicherungen, sollten sich Eltern gut informieren. Langfristige Verträge können schnell zum Kapitalgrab werden.

Finanzen© Kautz15 / Fotolia.com

Henstedt-Ulzburg (dapd/red) - Kinderpolicen, die vor allem dem Kapitalaufbau dienen, verfehlen nach Einschätzung des Bundes der Versicherten (BdV) meist ihr Ziel. Eltern wollen mit Kapitallebens- oder privaten Rentenversicherungen den Grundstein für ein späteres Vermögen ihrer Sprösslinge legen. Doch mehr als die Hälfte dieser langfristigen Verträge wird nicht bis zum Ende durchgehalten.

Verträge können oft nicht bis zum Rentenantritt fortgeführt werden

Die Kündigung ist dann mit finanziellen Verlusten verbunden. Denn nur ein Teil der Prämie wird tatsächlich gespart. Ein Großteil geht für Kosten und einen Versicherungsschutz drauf, der oft gar nicht benötigt wird. Die Verträge beinhalten nämlich oft Lebensversicherungen auf das Kind, die in der Regel komplett überflüssig sind. Der Rat des BdV: Solche Policen sollten so schnell wie möglich widerrufen werden. Ist die Widerrufsfrist abgelaufen, gibt es noch eine Chance, die Beiträge samt Zinsen zurückzuholen.

Bei Vertragsauflösung drohen finanzielle Einbußen

Voraussetzungen: Das Kind war bei Abschluss jünger als sieben Jahre, wird als "versicherte Person" bezeichnet, und die Todesfallsumme liegt höher als 8.000 Euro. Denn schließt jemand eine Versicherung auf das Leben eines anderen ab und übersteigt die Todesfallleistung die gewöhnlichen Beerdigungskosten von derzeit 8.000 Euro, muss der Versicherte dem Vertrag zustimmen.

Versichern Eltern ihre Sprösslinge mit höheren Summen, ist sogar eine Zustimmung des Vormundschaftsgerichtes erforderlich. Ist diese Zustimmung nicht erfolgt, ist der Vertrag schwebend unwirksam, und die Eltern können alle eingezahlten Beiträge nebst Zinsen zurückfordern.

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