Plus 17 Euro jährlich

Neues Energierecht führt offenbar zu höheren Strompreisen

Die Pläne von Wirtschaftsminister Clement, die Körperschaftsteuer in die Netzentgeltberechnung einzubeziehen und industriellen Großkunden Rabatte einzuräumen, würden nach Schätzungen des Energiewissenschaftlers Uwe Leprich etwa 1,4 Milliarden Euro kosten. Für Haushaltskunden bedeute das drei Prozent mehr.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Hamburg (ddp/sm) - Aktuelle Reformpläne von Wirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) für den hiesigen Energiemarkt würden nach den Berechnungen eines Experten die Stromkosten eines durchschnittlichen Haushaltes um knapp 17 Euro im Jahr erhöhen.

Ursachen seien die Vergünstigungen, die Clement Stromerzeugern sowie ihren Unternehmenskunden etwa aus der Aluminiumindustrie einräumen wolle, berichtete das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" am Samstag unter Berufung auf den Saarbrücker Energiewissenschaftler Uwe Leprich.

So sollten die Stromkonzerne künftig - anders als heute - ihre Körperschaftsteuerzahlungen in die Berechnung ihrer so genannten Netzentgelte einbeziehen dürfen. Zudem sollten industrielle Großkunden Strompreisrabatte erhalten, die auf alle anderen Abnehmer umgelegt werden könnten. Beide Maßnahmen zusammen würden nach Leprichs Schätzungen etwa 1,4 Milliarden Euro kosten. Die Stromkosten eines durchschnittlichen Haushaltes würden dadurch um rund drei Prozent steigen.

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