Kostenlos

Neue Info-Broschüre zur Nutzung erneuerbarer Energien

Im Jahr 2002 wuchs der Anteil der erneuerbaren Energien an der gesamten Energiebereitstellung auf knapp 2,9 Prozent. Ihr Anteil am Bruttostromverbrauch beträgt mittlerweile etwa acht Prozent. Das sind Zahlen aus einer neuen Informationsbroschüre des Bundesumweltministeriums. Sie enthält aktuelle Daten zur Entwicklung von Wind- und Wasserkraft, Solarwärme und Fotovoltaik.

04.07.2003, 11:48 Uhr
Stromnetz Ausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Neuer Rekord bei den erneuerbaren Energien in Deutschland: Nach den jüngst erhobenen Daten (Stand März 2003) wird derzeit mehr Energie aus regenerativen Quellen genutzt als je zuvor. Im Jahr 2002 wuchs der Anteil der Erneuerbaren an der gesamten Energiebereitstellung auf knapp 2,9 Prozent. Ihr Anteil am Bruttostromverbrauch beträgt mittlerweile etwa acht Prozent. Das sind Zahlen aus einer neuen Informationsbroschüre des Bundesumweltministeriums. Sie enthält aktuelle Daten zur Entwicklung von Wind- und Wasserkraft, Solarwärme und Fotovoltaik, Erdwärme und Biomasse.

Vom Boom der erneuerbaren Energien profitiert nicht nur der Klimaschutz auf Grund der jährlich rund 50 Millionen Tonnen vermiedener Treibhausgase. Auch der Arbeitsmarkt erhält durch die aufstrebende Branche Rückenwind: Rund 130.000 Arbeitsplätze gibt es mittlerweile in Deutschland, die direkt oder indirekt auf den Ausbau der erneuerbaren Energien zurückgehen.

Ziel der Bundesregierung ist es, den Anteil der erneuerbaren Energien an der Energieversorgung bis zum Jahr 2010 gegenüber 2000 zu verdoppeln. Der Bruttostromverbrauch soll danach von 6,3 Prozent im Jahr 2000 auf 12,5 Prozent und der Anteil am Primärverbrauch von 2,1 Prozent im Jahr 2000 auf 4,2 Prozent im Jahr 2010 steigen. Mit diesem Ziel hat die Bundesregierung eine Offensive zur Förderung der erneuerbaren Energien eingeleitet. Die rasante Entwicklung in den letzten Jahren hätte gezeigt, dass das ehrgeizige Verdopplungsziel bis 2010 erreicht werden kann, heißt es aus dem Umweltministerium. Darüber hinaus strebt die Bundesregierung an, dass spätestens zur Mitte des 21. Jahrhunderts die Hälfte des deutschen Primärenergieverbrauchs auf regenerative Quellen zurückgeht.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Heizkosten

    BDEW begrüßt Abwrackprämie für alte Ölheizungen

    Würde alle alten Ölheizungen in Deutschland ausgetauscht, ließen sich erhebliche Mengen an CO2 einsparen, zeigt eine Studie des Energieverbandes BDEW. Sowohl die KfW-Bank als auch die Bafa bieten Fördermöglichkeiten. Aktuell steht aber auch eine Abwrackprämie zur Debatte.

  • Elektromobilität

    Bund bringt weitere Steuervorteile für E-Autos auf den Weg

    Der Verkauf von Elektroautos soll durch weitere Steuervorteile angekurbelt werden. Die Bundesregierung hat ein entsprechendes Maßnahmenpaket, das sich hauptsächlich auf Dienstwagen bezieht, auf den Weg gebracht.

  • Hochspannungsmasten

    Höhere Auflagen bedrohen Wasserkraft in Bayern

    Die Stromerzeugung aus Wasserkraft in Bayern droht ins wirtschaftliche Abseits zu geraten, befürchtet der Verband der Bayerischen Elektrizitätswirtschaft (VBEW). Dies liege zum einen am starken Preisverfall durch die Liberalisierung und zum anderen an den behördlichen Auflagen, die Stromerzeugung aus Wasserkraft einschränken.

  • Stromtarife

    Niedersachsen lässt Solaroffensive planmäßig auslaufen

    Weil das Potenziel seines Bundeslandes nach Meinung des niedersächsischen Umeltministers Hans-Heinrich Sander in der Wind- und der Bioenergie liegt, will er die 1999 gestartete Solaroffensive zum Ende des Jahres planmäßig auslaufen lassen. Ab 2004 sollen dann wirtschaftsnahe Forschungs- und Entwicklungsvorhaben von mittelständischen Unternehmen gefördert werden.

  • Stromtarife

    Klimaschutzkonzept: Mecklenburg-Vorpommern setzt auf erneuerbare Energien

    Bei der Nutzung erneuerbarer Energien gehört Mecklenburg-Vorpommern zu den Spitzenreitern in Deutschland. Der Anteil am Stromverbrauch konnte von 3,6 Prozent im Jahr 1997 auf 13,9 Prozent im Jahr 2001 gesteigert werden. Damit liegt Mecklenburg-Vorpommern deutlich über dem Bundesdurchschnitt von sieben Prozent.

Top