Preissteigerungen

Neue Düsseldorfer U-Bahn-Linie wird 100 Millionen teurer

Medienberichten zufolge muss beim Bau der neuen U-Bahn-Linie mit deutlichen Mehrkosten gerechnet werden.

Fahrkarte© thomberlin / Fotolia.com

Medienberichten zufolge muss beim Bau der neuen U-Bahn-Linie mit deutlichen Mehrkosten gerechnet werden. Auch in Düsseldorf gab es bereits Ärger wegen der Grabungen im Untergrund; zwei Mehrfamilienhäuser mussten evakuiert werden. Umziehen muss auch ein Kiosk, und das nicht zum ersten Mal.

Wehrhahnlinie soll 2015 fertig sein

Die neue Linie soll ab 2015 täglich gut 50.000 Menschen von der Station Wehrhahn zum 3,4 Kilometer entfernten Bahnhof Bilk und zurück bringen. Allerdings muss die Düsseldorfer Stadtkasse, wie jetzt bekannt wurde, merkliche Mehrkosten verkraften: Zu Baubeginn im Jahr 2007 war von Gesamtkosten in Höhe von 650 Millionen Euro die Rede, nun wird davon ausgegangen, dass mindestens 750 Millionen Euro anfallen. Als Hauptgrund werden deutlich verteuerte Baumaterialien genannt, nicht zuletzt die Nachfrage nach Stahl sei immens gestiegen. Diese Verteuerung werde durch eine bei Großprojekten übliche so genannte Preisgleitklausel abgefedert, hieß es. Damit sichert sich der Bauunternehmer ab, auch wenn für das Projekt eigentlich ein Festpreis vereinbart wurde.

Bilfinger Berger baut den Tunnel

Gebaut wird der Tunnel vom Konzern Bilfinger Berger, dessen Vorstandsvorsitz vor rund eineinhalb Jahren der ehemalige hessische Ministerpräsident Roland Koch übernommen hat. Das Unternehmen war wegen des Einsturzes des Kölner Stadtarchivs ins Gerede gekommen, Medienberichte schreiben einigen Mitarbeitern des Konzerns eine Teilschuld an der Katastrophe zu. Auch in Düsseldorf gab es Probleme: Zwei Mehrfamilienhäuser mussten wegen des Grabungsarbeiten evakuiert werden, wenngleich offenbar keine Einsturzgefahr in den Gebäuden festgestellt werden konnte.

Ein Kiosk muss umziehen

Probleme ganz anderer Art mit der teuren neuen U-Bahn-Linie hat Kioskbesitzer Thomas Dömer. Wie die WAZ berichtet, soll sein Kiosk zum inzwischen dritten Mal wegen innerstädtischer Bauarbeiten versetzt werden, dieses Mal wegen der Wehrhahnlinie. Übrigens: Am 8. und 9. Dezember können interessierte Bürger erstmals einen Blick in das Tunnelinnere werfen.

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