Heimnetzwerk

Netzwerk über die Stromleitung als WLAN-Alternative

Wer in einem Altbau lebt, kennt das Problem meist: Dicke Wände sind der Störfaktor Nummer eins für drahtlose Netze. Abhilfe kann da ein Routing über das Stromnetz schaffen - ohne Löcher zu bohren und Kabel zu verlegen.

Mann Laptop© Crashoran / Fotolia.com

Hamburg (ddp/red) - In einigen Fällen behindern dicke Wände die Nutzung des heimischen WLAN-Netzes. Das Funksignal kann beispielsweise in Räumen, die weit vom Router entfernt sind, schon mal schwach ausfallen. Stromleitungs-Netzwerkadapter versprechen in solchen Fällen Abhilfe. Sie nutzen die Stromleitungen und funktionieren prinzipiell wie ein normales Kabel-Netzwerk. Spezielle Netzwerkadapter schicken die Daten vom PC oder Router als hochfrequente Signale durch die Kabel. In jedem Raum mit Steckdose wird auf diese Weise ein Internetzugang eingerichtet.

Passwortsicherung moniert

In einem Test der Zeitschrift "Computerbild" (Heft 8/2009) erzeugten aber alle zwölf getesteten Modelle zu starke Störsignale auf dem Stromkabel. Dadurch kann beispielsweise der Betrieb des Radioweckers gestört werden. Zehn der zwölf Geräte sind zudem ab Werk nur mit einem Standardpasswort gesichert. Dadurch können sich Unbefugte zu leicht ins Strom-Netzwerk einklicken.

Zwei Tipps, ein Rückruf

Testsieger bei Geräten mit einer Datenübertragungsrate von maximal 200 Megabit pro Sekunde (Mbps) wurde der Netgear XAVB101 (Preis 99 Euro). Unter den Modellen mit 85 Mbps erhielt das MSI Mega ePower Duo Kit Version II (Preis 69 Euro) die Bestnoten. Beim Powerline AV Starter Kit 200 Mbps von Belkin droht dem Anwender laut Laborbericht "eine unmittelbare Gefährdung" durch Stromschlag oder Brandgefahr. Auch vom Belkin Powerline AV 85 Mbps Starter Kit gehen Gefährdungen aus. Wie die Zeitschrift berichtet, fielen zwar nicht alle Adapter dieses Typs bei der Sicherheitsprüfung durch. Der Hersteller kündigte aber einen Rückruf an.

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