Gasversorgung

Nabucco soll auch Gas aus Aserbaidschan in die EU liefern

Die Türkei und die ehemalige sowjetische Republik Aserbaidschan haben eine für die künftige europäische Gasversorgung wichtige Vereinbarung getroffen. Das jetzt unterzeichnete Protokoll legt auch den Preis fest, den die Türkei für das Weiterleiten des Gases aus Aserbaidschan nach Europa erhält.

Strompreise© Andre Bonn / Fotolia.com

Istanbul/Moskau (afp/red) - Die Energieminister beider Länder unterzeichneten am Montag in Istanbul ein Protokoll, das regelt, wieviel Gas zu welchem Preis Aserbaidschan ab 2017 an die Türkei liefern wird, und welche Gebühr die Türkei für die Weiterleitung des Gases nach Europa bekommen wird. Ab 2017 soll das Gasfeld Schach-Denis II im Kaspischen Meer Gas liefern.

Europa will das Gas über die geplante Pipeline Nabucco leiten, die aber noch in der Planung ist. Die Leitung soll Erdgas aus der Kaspischen Region, dem Nahen Osten sowie Ägypten nach Europa liefern und über die Türkei, Bulgarien, Rumänien und Ungarn bis ins österreichische Baumgarten unweit von Wien verlaufen. Von diesem Knotenpunkt aus wären Lieferungen auch nach Deutschland denkbar.

Nabucco soll Unwägbarkeiten der russischen Energielieferungen ausgleichen. Die Pipeline steht in direkter Konkurrenz zur russischen Pipeline South Stream, die Gas von Russland durch das Schwarze Meer nach Italien und Griechenland bringen soll. Das russische Unternehmen Gazprom und das griechische Desfa unterzeichneten am Montag einen Vertrag über ein Gemeinschaftsunternehmen, das den Bau und Betrieb der Pipeline auf griechischem Boden übernehmen soll.

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