Strompreis

N-ERGIE: Beim Strom wird nur die Mehrwertsteuer weitergegeben

Auch dem Nürnberger Energieversorger N-ERGIE AG liegt inzwischen der Bescheid der Bundesnetzagentur über die Genehmigung der Stromnetzentgelte vor. Das Unternehmen kündigte an, den Nettostrompreis bis Ende 2007 konstant zu halten. Gleichzeitig wurde der Bescheid scharf kritisiert.

Strom sparen© Gina Sanders / Fotolia.com

Nürnberg (red) - Die Kürzung der Netzentgelte beträgt rund 16,5 Prozent gegenüber den beantragten Netzentgelten. Dies entspreche einer Senkung um rund 40 Millionen Euro, so das Unternehmen. "Die Kürzungen fallen wesentlich höher als erwartet aus. Sie bedeuten einen gravierenden Einschnitt in unser Netzgeschäft" erklärte Herbert Dombrowsky, Sprecher des Vorstands der N-ERGIE AG.

Damit den Kunden mehrere kurz aufeinander folgende Preisrunden erspart bleiben, verrechnet die N-ERGIE die Senkung der Netznutzungsentgelte mit den gestiegenen Bezugskosten und hält die Allgemeinen Preise der Grundversorgung konstant. Denn der Senkung des Netzentgeltes stehen stark gestiegene Strombeschaffungskosten gegenüber, welche die Kürzung überkompensieren. Deshalb gibt die N-ERGIE lediglich die Erhöhung der Mehrwertsteuer um drei Prozentpunkte zum 1. Januar 2007 an die Kunden weiter.

Dies wurde mit dem Bayerischen Wirtschaftsministerium als Preisaufsichtsbehörde bereits im September vereinbart. Auch für Privat- und Gewerbekunden, die einen Vertrag für ein Stromprodukt abgeschlossen haben, gelten bis Ende 2007 konstante Nettostrompreise.

Die Kürzungen beim Stromnetzentgelt bedeuten, dass die N-ERGIE ihre künftigen Netzinvestitionen "neu bewerten und bisherige Standards kritisch überprüfen wird", so der Unternehmenssprecher.

Weiterführende Links
Das könnte Sie auch interessieren
  • Strompreiserhöhung

    Verivox: Preislasten beim Strom sind ungleich verteilt

    Strom ist aufgrund von steigenden Netzentgelten und zusätzlichen Abgaben in den vergangenen Jahren immer teurer geworden. Auf alle Abgaben wird auch noch die Mehrwertsteuer erhoben. Das gilt für alle deutschen Haushalte. Manche trifft es aber härter als andere.

  • Stromkosten

    Verivox: Strom ist im Schnitt günstiger geworden

    Strom wird für viele deutsche Haushalte endlich günstiger. Einer Analyse von Verivox zufolge ist der Strompreis zu Beginn des Jahres im bundesweiten Schnitt gesunken. Wer ausgerechnet jetzt über eine Preiserhöhung informiert wird, sollte von seinem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen.

  • Hochspannungsmasten

    Süwag: Strompreise steigen zum Jahreswechsel

    Nach zwei Jahren erhöht die Süwag Energie AG zum 1. Januar erstmals wieder ihre Strompreise. Als Grund nennt das Unternehmen gestiegene Beschaffungskosten. Allerdings fällt die Erhöhung mit 0,75 Cent pro Kilowattstunde netto wegen der gekürzten Netzentgelte geringer aus als zunächst erwartet.

  • Strompreise

    Mehrwertsteuer: Hertener Stadtwerke passen Energiepreise an

    Die Hertener Stadtwerke weisen auf die Preiserhöhung bei Strom und Erdgas durch die Mehrwertsteuererhöhung zum Jahreswechsel hin. Die Nettopreise bleiben unverändert, wobei jedoch die beantragte Strompreisgenehmigung noch nicht vorliege. Hier seien Preisanpassungen möglich, so das Unternehmen.

  • Hochspannungsleitung

    E.ON-Töchter halten Strompreise bis 2007 stabil

    Der Energiekonzern E.ON Hanse hat sich mit dem schleswig-holsteinischen Wirtschaftsministerium auf stabile Nettostrompreise für private Haushalte bis Mitte 2007 verständigt. In Bayern wurden stabile Preise bis Ende 2007 angekündigt. Damit gibt es allerdings auch keine Hoffnung auf sinkende Strompreise.

Top