Sauber!

MVV-Heizkraftwerk in Polen mit Grubengas gespeist

Die MVV EPS Polska S.A. bietet in den polnischen Städten Dienstleistungen auf Contractingbasis an. 2002 hat sie einen Vertrag über Strom- und Wärmelieferung für Steinkohlengrube "Budryk" in Ornontowice (Oberschlesien) mit einem Heizwerk in Zory abgeschlossen. Im Juni 2003 ging die neu gebaute Anlage, die aus Grubengas gespeist wird, in Betrieb.

Energieversorung© Gina Sanders / Fotolia.com

Die Steinkohlengrube "Budryk" beschäftigt 2500 Mitarbeiter. Sie liefert der polnischen Industrie 11 000 Tonnen Kohle täglich. Die MVV-Tochter, die bereits als Contractor in Lubawka, Drzewica, Biskupiec, Reszel und Wroclaw (Breslau) tätig ist, hat in Ornontowice 3,7 Millionen Euro investiert. Janusz Bujoczek, Mitglied des Vorstandes und Geschäftsführer der MVV EPS Polska, spricht von einem einmaligen Projekt: "Das ist die größte Maßnahme dieser Art in Polen. Eine komplette Anlage mit 5,2 Megawatt Wärmeleistung, fünf Megawatt Stromleistung, einer Entmethanisierungsstation, 700 Meter Gasleitung im Wetterschacht und zirka 600 Meter Gasleitung auf der Oberfläche hat vor uns noch keiner gebaut."

Im Zentrum des Projektes stand der Aufbau eines Heizkraftwerks zur Grundversorgung des Betriebes. Der hier produzierte Strom ist im Durchschnitt um 30 Prozent billiger als bei einem polnischen Energieversorger. Die Stromabsatzmenge liegt jährlich bei 36 Millionen Kilowattstunden. Mit diesem Projekt will die MVV EPS Polska einen wichtigen Beitrag zur Klimaverbesserung in der Region leisten. Die modernste Entmethanisierungsstation ermöglicht die Verwendung vom Grubengas Methan, das während der Steinkohlenförderung freigesetzt wird und in Oberschlesien ein großes Umwelt- und Sicherheitsproblem darstellt. Der polnische Umweltschutzfonds (Narodowy Fundusz Ochrony Srodowiska) unterstützt dieses Projekt und hat eine niedrig verzinste Anleihe gewährt. Weitere Contractingprojekte bei schlesischen Bergwerksgesellschaften sind geplant.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Erde

    UN: Arme Länder entwickeln sich wegen Strommangel nicht weiter

    Ein Mangel an Strom bringt der UN zufolge den Fortschritt in den ärmsten Ländern der Welt zum Erliegen. Die Organisation ruft deshalb dazu auf, die Entwicklungshilfe für diese Länder deutlich auszubauen. Schätzungen zufolge werden allein 34 Milliarden Euro gebraucht, um die Minimalanforderungen zu erfüllen.

  • Vattenfall

    Vattenfall hebt Strompreise an

    Vattenfall erhöht die Preise bei seinem Grundversorger-Tarif. Diejenigen, die noch nie einen Stromvertrag gewechselt haben, beziehen automatisch einen solchen Tarif. Die Preiserhöhung müssen Kunden aber nicht einfach hinnehmen.

  • Stromtarife

    Stimmen zum EEG-Referentenentwurf

    Die Stimmen zum Referentenentwurf zur Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes sind überwiegend positiv. Der NABU zeigte sich überaus zufrieden und auch die Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft erkennt die notwendige Investitionssicherheit. Ökostromhändler NaturEnergie hat den Vorschlag eher mit gemischten Gefühlen aufgenommen.

  • Hochspannungsleitung

    Trittin legt Referentenentwurf zur EEG-Novelle vor

    Umweltminister Trittin hat heute den Referentenentwurf zur EEG-Novelle vorgelegt: Gestützt auf die Erfahrungen der letzten Jahre werden die Einspeisevergütungen teils gesenkt, teils stärker differenziert und in einzelnen Bereichen erhöht. Die Degression wird durchgängig eingeführt. Auch die sogenannte "große" Wasserkraft wird gefördert.

  • Strompreise

    BDI: Wettbewerbsfähige Stromversorgung auch zukünftig sicherstellen

    Umwelt- und Klimaschutz seien notwendig und würden von der Industrie sehr ernst genommen. Aber es müsse gleichfalls zur Kenntnis genommen werden, dass fossile Energieträger auf lange Sicht in der Energieversorgung dominierend bleiben werden. Mit diesen Worten mischte sich heute der Bundesverband der deutschen Industrie in die Diskussion um die zukünftige Energieversorgung.

Top