Keine Transparenz

Mobilfunknetz-Auskunft: Telekom wird abgemahnt

Die Deutsche Telekom hat eine gebührenpflichtige Auskunft eingerichtet, die den Anrufern zu einer angefragten Mobilfunknummer das jeweilige Netz nennt. Das jedoch geht bei den Mobilfunk-Providern kostenlos.

Festnetz© zentilia / Fotolia.com

Die seit 1. November mögliche Rufnummernmitnahme im Mobilfunk zieht auch im Festnetz ihre Kreise. Der Verbraucherzentralen-Bundesverband hat jetzt die Deutsche Telekom AG abgemahnt und sie aufgefordert, für Auskünfte über die Kosten eines Anrufs vom Festnetz in ein Mobilfunknetz keine Gebühr zu verlangen. Die Verbraucherschützer sind der Ansicht, dass hierbei der Schutzzweck der Preisangabenverordnung ausgehebelt werde. Schließlich müssten Auskünfte über den Preis einer angebotenen Ware oder Leistung kostenlos erfolgen, was selbstredend auch für ein Telefongespräch gelte.

Hintergrund ist folgender: Mit der Einführung der Rufnummernportierung im Mobilfunk ist nicht mehr automatisch erkennbar, zu welchem Netz die jeweilige Handynummer gehört, die man gerade anrufen möchte. Schließlich können Mobilfunkkunden seit 1. November auch bei einem Anbieterwechsel ihre Rufnummer mitnehmen. Alle Netzbetreiber haben inzwischen für ihre Kunden einen kostenfreien Auskunftsservice eingerichtet, der vom Handy aus genutzt werden kann.

Was nun die Verbraucherschützer auf den Plan rief, ist die Tatsache, dass die Deutsche Telekom eine Festnetzauskunft anbietet, die über die jeweiligen Tarife in die Mobilfunknetze informiert. Das Problem: Diese Auskunft ist nicht etwa kostenlos - wie die Serviceangebote der Mobilfunker-, sondern kostet zwölf Cent pro Minute. Dagegen will der Verbraucherzentralen-Bundesverband jetzt vorgehen.

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