Durchleitung

Mobilfunker sollen sinkende Kosten weitergeben

Die Mobilfunkanbieter sollten nach den Worten von Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) sinkende Kosten an die Verbraucher weitergeben. Hintergrund ist die geplante Absenkung der Durchleitungsgebühren ab Dezember.

19.11.2012, 09:16 Uhr
Handytarife© Cheyenne / Fotolia.com

Berlin (AFP/red) - "Wenn die allgemeinen Kosten für die Konzerne so deutlich sinken, sollten davon auch die Kunden profitieren", sagte Aigner der "Bild"-Zeitung von Montag. Aigner bezog sich auf einen Vorschlag der Bundesnetzagentur vom Freitag für ein neues Mobilfunk-Terminierungsentgelt.

Netzbetreiber sollen Gebühren senken

Dem Vorschlag zufolge sollen die vier Netzbetreiber Telekom, Vodafone, E-Plus und o2 für die Zustellung von Anrufen in ihren jeweiligen Mobilfunknetzen ab dem ersten Dezember ein einheitliches Entgelt in Höhe von 1,85 Cent pro Minute berechnen dürfen. In einem zweiten Schritt soll das Entgelt ab dem ersten Dezember 2013 noch einmal leicht sinken auf 1,79 Cent pro Minute. Bislang konnten die Mobilfunkkonzerne Entgelte zwischen 3,36 und 3,39 Cent pro Minute berechnen.

Sprachverbindungen verlieren an Bedeutung

Im Mobilfunk nehme der Sprachverkehr im Vergleich zum Datenverkehr immer stärker ab, was auf den Siegeszug der Smartphones zurückzuführen sei, sagte der Präsident der Bundesnetzagentur, Jochen Homann. "Immer weniger Kosten werden durch den Sprachverkehr verursacht, so dass dieser einen entsprechend geringeren Anteil an den Gesamtkosten eines Mobilfunknetzes tragen muss." Dies sei der Hauptgrund, dass der Minutenpreis für Terminierungsleistungen weiter sinke.

Das niedrigere Entgelt tritt aber nicht sofort in Kraft, weil zunächst noch nationale Konsultationen stattfinden. Anschließend wird der Entgeltvorschlag der EU-Kommission und den Regulierungsbehörden der anderen EU-Staaten zugestellt.

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