Sieben Prozent

MITGAS erhöht Gaspreise zum 1. Januar

Der Gasversorger MITGAS aus Sachsen-Anhalt erhöht zum 1. Januar erneut seine Kilowattstundenpreise. Bei einem Jahresverbrauch von 20 000 Kilowattstunden ergibt sich pro Jahr eine Mehrbelastung von 63,96 Euro. Wer Gas zum Kochen zahlt ab Januar 8,09 Cent pro Kilowattstunde (plus 3,6 Prozent) anstatt wie bisher 7,71 Cent.

Hochspannungsleitung© Gina Sanders / Fotolia.com

Gröbers (ddp-lsc/sm) - Die MITGAS Mitteldeutsche Gasversorgung GmbH kündigt knapp ein viertel Jahr nach der letzten Anhebung ihrer Erdgaspreise eine neuerliche Verteuerung zum 1. Januar an. So müssen die etwa 184 500 Haushalts- und Kleingewerbekunden, die mit Gas heizen, künftig je Kilowattstunde 4,95 Cent inklusive Mehrwertsteuer statt wie bislang 4,58 Cent bezahlen, wie das Unternehmen am Dienstag am Unternehmenssitz im sachsen-anhaltischen Gröbers mitteilte. Die Preissteigerung beträgt damit sieben Prozent.

Bei einem Jahresverbrauch von 20 000 Kilowattstunden ergibt sich pro Jahr eine Mehrbelastung von 63,96 Euro. Wer Gas zum Kochen nutzt, muss ab Januar 8,09 Cent pro Kilowattstunde bezahlen (plus 3,6 Prozent) statt wie bisher 7,71 Cent.

Als Grund für die Verteuerung nannte das Unternehmen den gestiegenen Ölpreis, an den die Gaspreise gekoppelt sind. Die MITGAS hatte ihre Preise zuletzt zum 1. Oktober erhöht. Wie der Energieversorger weiter mitteilte, müssen auch die 750 Großkunden in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen am Januar mit teurerem Gas rechnen.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Strom- und Gaspreise

    Billiges Gas: Preise fallen auf Tiefststand zurück

    Gas ist in den vergangenen Jahren günstiger geworden. Die Preise orientieren sich heute eher am Weltmarkt und sind im Großhandel deutlich gesunken. Bisher kommen die niedrigen Preise aber noch nicht vollständig bei Verbrauchern an.

  • Strompreiserhöhung

    Vergleich: Belastung durch Stromkosten im Osten deutlich höher

    Bei den Stromkosten trifft es Verbraucher im Osten des Landes deutlich härter als im Westen. Das liegt zum einen daran, dass die Strompreise variieren. Zum anderen fällt wegen der unterschiedlich hohen Gehälter die Belastung für Ostdeutsche aber noch höher aus.

  • Hochspannungsleitung

    Baaske: Landeskartellamt soll Gaspreise prüfen

    Ein schnelles Eingreifen des Kartellamtes fordert der Fraktionschef der SPD im Brandenburger Landtag, Günter Baaske. Höhere Preise mit dem gestiegenen Ölpreis zu begründen, sei in der Vergangenheit üblich gewesen, heute aber nicht mehr nachvollziehbar. Da könne man auch den Erdbeer- mit dem Kartoffelpreis koppeln.

  • Stromnetz Ausbau

    natGas: Gaspreiserhöhungen nicht notwendig

    Detlef Weidemann, Vertriebsvorstand der natGAS AG aus Potsdam, hat den Verweis auf Ölpreisbindung als "billige Ausrede" der etablierten Gasversorger für Preiserhöhungen bezeichnet. Obwohl er eine Ölpreisbindung nicht generell ablehnt, sei sie eine Verhandlungssache zwischen Produzenten und Importeuren.

  • Stromnetz Ausbau

    Auch N-ERGIE erhöht die Strompreise

    Das Ende des Jahres naht und so geben immer mehr Energieversorger ihre Strompreiserhöhung zum 1. Januar 2005 bekannt. Verschont bleiben neben vielen Kunden in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen auch die Nürnberger Verbraucher nicht: Die N-ERGIE AG hebt die Preise um einen halben Cent pro Kilowattstunde an.

Top